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Zwei Anbieter buhlen um Kunden

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Wer wird in Moringens Kernstadt die Glasfaser verlegen? Aktuell kämpfen zwei Anbieter um Kunden. Symbolbild: Sina Schuldt/dpa
Wer wird in Moringens Kernstadt die Glasfaser verlegen? Aktuell kämpfen zwei Anbieter um Kunden. Symbolbild © Sina Schuldt/dpa

In der Kernstadt Moringen buhlen seit Kurzem gleich zwei Anbieter um Kunden im Bereich Glasfaserausbau. Sowohl die Deutsche Glasfaser (DG) als auch Goetel haben eine Nachfragebündelung auf den Weg gebracht.

Moringen – Dabei versuchen die Anbieter, bis 15. Oktober 40 Prozent der Haushalte im geplanten Ausbaugebiet unter Vertrag zu bekommen. Erst dann wird mit dem Ausbau begonnen.

Einige Anwohner sind jetzt allerdings verunsichert, dass es zu gar keinem Ausbau kommt, wenn durch den Wettstreit letztendlich keine der Firmen die notwendige Quote erreicht.

Auch die Stadtverwaltung ist mit der Situation nicht glücklich: Man könne laut Kommunikationsgesetz nichts dagegen tun, erklärte Bauamtsleiter Claus Stumpe in der Fragestunde des Bauausschusses.

Goetel ist im Bereich Moringen bereits gut vertreten. In Blankenhagen wurde der Ausbau bereits abgeschlossen und läuft, in Oldenrode, Thüdinghausen und Lutterbeck hat die Goetel ebenfalls schon die Haushalte angeschlossen, hier sind aber noch nicht alle Anschlüsse vollständig geschaltet. In Großenrode hat der Ausbau begonnen, in Fredelsloh war die Nachfragebündelung erfolgreich, hier habe die Goetel den Ausbau zugesagt, gibt Bürgermeisterin Heike Müller-Otte eine Übersicht über den aktuellen Stand.

Goetel hatte nach eigenen Angaben bereits 2020 eine Nachfragebündelung in Moringen vorgenommen und damals die Ausbauquote nicht erreicht, so Firmensprecher Alexander Obisjuk.

Die Stadt Moringen hatte deshalb auf Anregung von Bürgern Kontakt mit der DG aufgenommen und einen Kooperationsvertrag für den Ausbau in Nienhagen und dem Ortsteil Weper abgeschlossen. Dieser Vertrag sei eigentlich etwas Symbolisches, so die Bürgermeisterin. Er bedeute, dass eine gegenseitige Unterstützung und Einbindung erfolge, zum Beispiel mit einer direkten Information und Beteiligung, wenn über Neubaugebiete gesprochen werde.

Doch das habe jetzt wohl die Firma Goetel wieder auf den Plan gerufen: Seit dem 16. August werbe das Unternehmen nun wieder in Moringens Kernstadt um Kunden und habe eine Aufbruchgenehmigung beantragt.

„Bei der ersten Anfrage waren die Leute noch mit ihren alten Leitungen zufrieden“ so Obisjuk. Doch das habe sich während Corona geändert, erklärt er den neuen Verkaufsstart. Perspektivisch wolle man alle Orte, auch Nienhagen und Behrensen ans Goetel-Netz anschließen, heißt es weiter.

Jennifer Epp, Koordinatorin für Marketing und Kommunikation bei der DG, ist optimistisch, die Quote für einen Ausbau zu erreichen. Nach dem Informationsabend in der Stadthalle mit 200 Interessierten (HNA berichtete), sei sie voller Zuversicht.

Es sei auch nicht ungewöhnlich, dass es Marktbegleiter gebe. Das erlebe man auch bei anderen Projekten in diesem schnell wachsenden Markt, so Epp. (Rosemarie Gerhardy)

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