Moringer Rat verabschiedet sich von scheidendem Bürgermeister Schnabel

Zum Abschied gab es Blumen und Tickets für ein Snooker-Turnier: Die Fraktionsvorsitzenden Elke Krause (Grüne, von links) und Jens Wolkenhauer (CDU) sowie Joachim Suffrian (SPD, rechts) bedankten sich bei Bürgermeister Hartmut Schnabel und seiner Frau Karin. Foto: Schwekendiek

Moringen. Damit hatte Hartmut Schnabel nicht gerechnet. Sichtlich gerührt war der scheidende Moringer Bürgermeister am Ende der letzten Ratssitzung seiner Amtszeit. „Das ist ja wie Weihnachten und Ostern zusammen“, sagte er am Donnerstagabend in der Stadthalle.

Alle Fraktionsvorsitzenden verabschiedeten ihn mit herzlichen Worten und hatten auch noch eine Überraschung im Gepäck: Tickets für die German Masters im Snooker Anfang Februar in Berlin - inklusive Zugfahrt und Hotel für zwei Personen. Für Schnabel, der bekennender Fan dieser Billard-Variante ist, das perfekte Abschiedsgeschenk. Nach 35 Jahren bei der Stadt Moringen, 540 Sitzungen des Verwaltungsausschusses und 155 Ratssitzungen beginnt für den 61-Jährigen am 1. November der Ruhestand.

Ratsvorsitzender Helmut Cleve (SPD) ließ in seiner Laudatio auf Schnabel dessen Lebensweg und berufliche Laufbahn Revue passieren. „Manches hatte ich schon ganz vergessen“, gab Schnabel amüsiert zu. Joachim Suffrian (SPD) hob in seinem Grußwort das besondere Engagement Schnabels hervor, mit dem dieser all seine Aufgaben angegangen sei. Alle Parteien seien sich bei seinem Amtsantritt einig gewesen: „Sie waren der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ Stets sei es ihm eine Herzensangelegenheit gewesen, das Wohl der Bürger und der Stadt voranzubringen.

Dem pflichtete Elke Krause (Grüne) bei, die sich bei Schnabel vor allem für die kollegiale Zusammenarbeit bedankte. Auch Jens Wolkenhauer (CDU) schloss sich diesem Dank an: „Der Umgang miteinander war immer fair und respektvoll“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Ungewöhnlich viele Gäste hatten sich bereits zu Beginn der Ratssitzung im Zuhörerbereich eingefunden. Da ahnte Schnabel bereits, dass er nach der Sitzung nicht einfach nach Hause gehen könne. Es bildete sich eine lange Schlange von Menschen, die den scheidenden Bürgermeister persönlich verabschiedeten.

Langeweile, so viel steht fest, wird bei den Schnabels ab November nicht aufkommen. Dann will sich der 61-Jährige auf das konzentrieren, was in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen ist. „Ich freue mich besonders auf die Zeit mit meiner Familie und meinen Enkelkindern“, sagte er. Vielleicht wird er auch den Tipp von Jens Wolkenhauer beherzigen: „Es gibt viele tolle Vereine in Moringen, die sich über aktive Unterstützung freuen.“

Von Julia Schwekendiek

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