Vögel und Wind verteilen Plastik und Papier

Bei der Deponie Blankenhagen fliegt Müll durch die Gegend

Plastikmüll in der Umgebung der Deponie Blankenhagen.
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Plastikmüll in der Umgebung der Deponie Blankenhagen (im Hintergrund). In der Bildmitte ist die Kreisstraße nach Blankenhagen zu erkennen.

Wind und Vögel verteilen Papier- und Plastikmüll rund um die Deponie Blankenhagen. Das hat nach einer entsprechenden Beschwerde eines Blankenhagener Einwohners die Kreisabfallwirtschaft Northeim eingeräumt.

Blankenhagen – Die Umgebung der Deponie werde von Mitarbeitern der Deponie, aber auch durch Fremdpersonal, gereinigt, zuletzt im Januar, so die Kreisabfallwirtschaft. Danach sei das wegen des Wintereinbruchs noch nicht wieder möglich gewesen.

„Trotz entsprechender Sicherungsmaßnahmen ist es bei starken Winden nicht gänzlich auszuschließen, dass sowohl Papier als auch Plastikmaterial fortgeweht werden“, hieß es auf HNA-Anfrage. Auch die nicht immer ordnungsgemäße Ladungssicherung der Anlieferer trage zur Verunreinigung bei. Auch Vögel würden einiges forttragen.

Beschwerden von Landwirten über Müll auf den Feldern habe es in den vergangenen Jahren nicht gegeben. Dabei betont die Kreisabfallwirtschaft, dass die Ausgleichsflächen sowie die rekultivierten und abgedeckten Deponieflächen mit einer Fläche von rund 24 Hektar (entspricht etwa 30 Fußballfeldern) bereits seit Jahrzehnten von Ziegen und Schafen abgehütet würden. Auf Teilflächen der Deponie werde Heu gemacht.

Der Papier- und Plastikmüll, der sich im Umfeld der Deponie findet, stamme von dem gesammelten Altpapier sowie von Gelben Säcken. Letztere werden zwar nicht von der Kreisabfallwirtschaft selbst, sondern von der Firma Mittelstädt (Uslar) gesammelt, aber das Unternehmen habe im Eingangsbereich des Deponiegeländes einem Container für einzelne, von Kunden angelieferte Gelbe Säcke aufgestellt.

Durch das tägliche Abdecken des Containers mit einem Netz soll verhindert werden, dass Krähen und Kolkraben Verpackungsabfälle aus dem Container entwenden, teilte die Kreisabfallwirtschaft weiter mit.

Aktuell werde ferner geprüft, ob Container mit speziellen Deckeln für die Gelben Säcke genutzt werden können.

Um die Deponie für Vögel möglichst unattraktiv zu machen, bemüht sich die Kreisabfallwirtschaft, den angelieferten Bioabfall und den Restmüll möglichst an jedem Arbeitstag zum Weitertransport umzuschlagen – der Restmüll zur Abfallbehandlungsanlage nach Deiderode, der Bioabfall zur Kompostierung durch das Unternehmen Harz-Humus Recycling GmbH nach Ditfurt bei Halberstadt (Sachsen-Anhalt). (Olaf Weiss)

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