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Müllgebühren sollen steigen

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Von: Olaf Weiss

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die Mitarbeiter der Kreisabfallwirtschaft Dieter Haut (links) und Lothar Thiel mit Restmülltonnen an einem Müllfahrzeug.
Die Restmüllabholung soll teurer werden. Das Archivbild zeigt zwei Mitarbeiter der Kreisabfallwirtschaft mit Restmülltonnen an einem Müllfahrzeug. © Hubert Jelinek

Abfallwirtschaft schlägt Anhebung um bis zu 20 Prozent vor

Northeim – Die Abfallgebühren im Landkreis Northeim sollen im kommenden Jahr deutlich steigen. Vorgesehen sind Anhebungen von 15 bis 20 Prozent. Damit erreichen die Entsorgungskosten einen neuen Höchststand. Der Abfallwirtschaftsausschuss des Kreistags empfahl in seiner Sitzung am Dienstag dem Kreistag einstimmig, die Anhebung zu beschließen.

Als Gründe für die Anhebung verweist die Kreisabfallwirtschaft auf „massive Kostensteigerungen“. „Die in den Vorjahren erwirtschafteten Überschüsse reichen nicht mehr aus, um die erwarteten Mehraufwendungen zu decken und die Abfallgebühren für die Abfallbehälter konstant zu halten“, heißt es in der Beschlussvorlage für den Abfallwirtschaftsausschuss.

Gestiegen seien nicht nur die Ausgaben für Energie und Kraftstoff. Auch die Kosten für die Deponierung hätten zugenommen. Hinzu komme die Umlage an den Abfallzweckverband für die Verbrennung des Müllanteils, der biologisch behandelt werden kann. Grund sei laut Kreisabfallwirtschaft, dass die Verbrennung von Abfällen ab dem kommenden Jahr dem Emissionshandelssystem unterliegt.

Die Gebühren für die Entsorgung von Biomüll bleiben unverändert. Die Restmüllgebühren sollen für Gewerbebetriebe um 15,2 Prozent und für private Haushalte um 19,53 Prozent steigen.

Damit kosten für sie beispielsweise

Die Restmüllgebühren für Privathaushalte sind teurer als die für Unternehmen, weil mit ihnen auch die Kosten anderer Entsorgungsdienstleistungen wie der Sperrmüllabfuhr und die Leistungen des Schadstoffmobils, das zweimal im Jahr im Landkreis tourt, beglichen werden.

Die Gebühren für die Anlieferung von Sperrmüll und Gartenabfällen steigen nach der Kalkulation der Kreisabfallwirtschaft ebenfalls. Sie sollen zwischen 4,9 und 7 Prozent steigen.

Lediglich die Entsorgung von Altholz soll günstiger werden – und zwar je Holzart zwischen 31 und 41 Prozent. Grund sind deutliche günstigere Preise für die Entsorgung bei der jüngsten Ausschreibung, so die Kreisabfallwirtschaft. (Olaf Weiss)

Die Überschüsse sind weg

Die Müllgebühren waren zuletzt zum Jahresbeginn 2021 auf das derzeit noch gültige Niveau angehoben worden. Davor hatte es auch einige Gebührensenkungen gegeben. Grund waren aufgelaufene Überschüsse. Die Müllgebühren waren laut Kreisabfallwirtschaft seit 2017 nicht mehr kostendeckend. Mit den in diesen Jahren aufgelaufenen Defiziten sind die Überschüsse wieder abgebaut worden.

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