Vertrag für Detailplanung unterschriftsreif, aber die dauert noch

Münsterplatz in Northeim: Baustart nicht in Sicht

So soll der Münsterplatz in der Northeimer Innenstadt nach dem Siegerentwurf des Lübecker Planungsbüros einmal aussehen. Jetzt soll die Detailplanung folgen. Animationsgrafik: Büro TGP Lübeck
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So soll der Münsterplatz in der Northeimer Innenstadt nach dem Siegerentwurf des Lübecker Planungsbüros einmal aussehen. Jetzt soll die Detailplanung folgen. Animationsgrafik: Büro TGP Lübeck

Die Stadt Northeim hat den Vertrag für die Detailplanung zur Umgestaltung des Münsterplatzes in der Northeimer Innenstadt ausgearbeitet.

Northeim - Für die Umgestaltung hatte die Stadt bekanntlich einen Architektenwettbewerb veranstaltet (HNA berichtete). Der Vertrag für die Ausführungsplanung sei jetzt unterschriftsreif, sagte Bürgermeister Simon Hartmann.

Den Planungsauftrag hat das Planungsbüro Trüper, Gondesen & Partner (TGP) aus Lübeck bekommen, so wie es die Ausschreibung und die Regularien des Wettbewerbs auch vorsahen. Danach sollte das Siegerbüro auch den detaillierteren Planungsauftrag für die Platz-Neugestaltung erhalten.

Sandfarbenes Natursteinpflaster mit eingelassenen Lichtpunkten zur Kennzeichnung des Standorts der einstigen, nie fertiggestellten Münsterkirche, unter den Bäumen schattige, unbefestigte Aufenthaltsinseln sowie ein begehbares, illuminiertes Wasserspiel sind die Eckpunkte dieses Siegerentwurfs.

Wann es mit dem Umbau losgeht, das will die Stadt allerdings immer noch nicht sagen. Der Startschuss war eigentlich schon Ende vorigen Jahres geplant. So hatte es jedenfalls nach der Bekanntgabe des Siegerentwurfs geheißen. Jetzt müssten aber erst einmal die Ausführungsplanungen vorliegen, heißt es, über die die Ratsgremien noch zu beraten hätten. Die Verwaltung werde die Gremien zu gegebener Zeit darüber informieren.

Bevor die Detailplanung zur Platzneugestaltung umgesetzt werden kann, sind bekanntlich auch noch umfangreiche Erdarbeiten zur Umlegung und Neuverlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen vorzunehmen, darunter auch die Umstellung der Schmutzwasserkanalisation vom bisher dort liegenden und nicht mehr erlaubten Misch- in ein Trennsystem, bei dem Schmutz- und Regenwasser getrennt ablaufen.

Bereits in der Sitzung des Sanierungsausschusses Anfang März klang seitens der Verwaltung an, dass es wegen der Erdarbeiten eine Verzögerung des Gesamtprojekts Platzumgestaltung von etwa einem Jahr geben könne. Als Fertigstellungstermin könnte vielleicht Ende 2023 angepeilt werden.

Ob wegen der dann einzukalkulierenden Baukostensteigerung Abstriche an der Platzneugestaltung gemacht werden müssen, auch drüber gibt es seitens der Verwaltung derzeit keine Auskunft.

Kostenschätzung: 2,2 Millionen Euro

Fest stünden bislang die vom Siegerbüro grob geschätzten Kosten für die Neugestaltung des Münsterplatzes in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro.

Zur Ermittlung der genauen Kosten sei nunmehr jedoch die Ausführungsplanung notwendig, so die Verwaltung. Aufgrund der aktuellen Baupreissteigerungen allein von 2020 auf 2021, die sich auf rund zehn Prozent belaufen, seien Aussagen zu künftigen Baukosten schwierig, heißt es weiter vom Bauamt der Stadt.

Grundsätzlich seien der Stadt Northeim für Bau- und Planungsarbeiten zur Sanierung der Innenstadt rund fünf Millionen Euro aus dem Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren“ bewilligt worden, führt die Stadtverwaltung aus.

Darin enthalten seien bereits auch die Zuschüsse für den Wettbewerb und die Neugestaltung des Münsterplatzes. Die Förderquote betrage in der Regel 66 Prozent der förderungsfähigen Kosten. Die Stadt müsse also ein Drittel selbst zahlen.

(Axel Gödecke)

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