Ministerpräsident informiert sich bei Hahnemühle über Schutzmasken

Stephan Weil zu Besuch im Landkreis Northeim

Ministerpräsident Stephan Weil und Hahnemühle-Mitarbeiter mit Mund-Nasen-Schutz
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Bei Hahnemühle zu Besuch (von links): CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Roy Kühne, Hahnemühle-Geschäftsführer Jan Wölfle, Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD).

Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat sich in Relliehausen bei der Firma Hahnemühle über die dort entwickelte Einweg-Bedeckung für Mund und Nase informiert.

Sie gehören inzwischen zum Alltag: Masken, die Mund und Nase bedecken. Neben selbstgenähten Stofftüchern gibt es seit wenigen Wochen ein alternatives Produkt aus der Region: Das Unternehmen Hahnemühle hat die HaMuNa®Care entwickelt, eine Einweg-Bedeckung aus hochreinem Filterpapier. (HNA berichtete). „Die ist noch niedrigschwelliger“, freute sich Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bei seinem Besuch des Unternehmens im Dasseler Ortsteil Relliehausen. Die Form der Papiermaske lässt nicht die Gläser der Brille beschlagen und das Atmen leichter fallen, bemerkte Brillenträger Weil sofort selbst. Die optimale Passform ist individuell und einfach regulierbar.

„Unsere Papiertechnologen haben in nur zwei Wochen die Mund-Nasen-Bedeckungen aus hochreinem Filterpapier entwickelt“, sagte Jan Wölfle, Geschäftsführer der Hahnemühle-Gruppe. Das sehr saugfähige Papier verhindere die Ausbreitung von mit Viren belastetem Tröpfensekret.

HaMuNa®Care-Masken erfüllen die strengen Standards für Papiere, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Das bedruckbare Papier besteht aus 100 Prozent natürlichen Rohstoffen: Die Papiermasken können mehrere Stunden getragen, dann im Altpapier entsorgt und anschließend recycelt werden. Preislich liegen sie laut Hahnemühle deutlich unter den sogenannten OP-Einweg-Masken. Das Unternehmen bietet die HaMuNa®Care zum Selbstkostenpreis an und möchte damit nach eigener Darstellung seiner gesellschaftlichen Verantwortung zur schnellen Eindämmung der Corona-Pandemie nachkommen.

Die HaMuNa®Care wird komplett in Dassel-Relliehausen unter hohen hygienischen Standards produziert. Deshalb durfte Ministerpräsident Stephan Weil bei seinem Besuch auch nur kurz durch die Scheibe in die Produktionsräume schauen, ein Rundgang war nicht möglich. Derzeit stellen die Mitarbeiter etwa eine Million Mund-Nase-Bedeckungen aus Filterpapier pro Woche her. Hahnemühle kann bei entsprechender Nachfrage seine Kapazität auf eine Million HaMuNa®Care pro Tag ausweiten, sagt Hahnemühle-Geschäftsführer Jan Wölfle.

Der Ministerpräsident erfuhr, dass mittelfristig ein in der Maske integrierter Covid-19-Test entwickelt werden soll. „Wir arbeiten daran“, sagte der Hahnemühle-Geschäftsführer. „Sie sind ein echter hidden champion“, lobte Weil das Unternehmen. Der Regierungschef informierte sich erstmals bei Hahnemühle, er war durch einen Medienbericht auf die seit März als systemrelevant klassifizierte Traditionsfirma aufmerksam geworden, die außerdem Spezialpapier-Filtermedien aus Glasfaser für Corona-Schnelltests produziert, etwa für das Diagnostik-Unternehmen Qiagen.

Das weltweit an acht Standorten agierende Unternehmen Hahnemühle unterstützt in einer groß angelegten Aktion Schulen, Universitäten, Vereine und öffentliche Einrichtungen mit HaMuNa®Care Einweg-Mund-Nasen-Bedeckungen aus Filterpapier.

Mehr als 50 000 Masken sind bereits im Landkreis Northeim gespendet worden. Hahnemühle hat mit dem Northeimer Verpackungsspezialisten Thimm ein Display für die HaMuNa® Care-Packungen entwickelt, das im Eingangsbereich von Museen, Behörden oder Geschäften platziert werden kann.

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