Musikalischer Abend mit begeisterndem Nonnen-Gesang

In Ordenstracht: Der Chor Ars Musica Vocalis spielte und sang Ausschnitte aus dem Film „Sister Act“ beim 114. Musikalischen Abend des Gymnasiums Corvinianum in der Northeimer Stadthalle. Foto: Eriksen

Northeim. Filmmusiken standen im Mittelpunkt des Musikalischen Abends des Northeimer Gymnasiums Corvinianum. Drei Stunden Programm wurde den Besuchern in der Stadthalle geboten.

„Eine Zugabe spielen wir nicht. Wir müssen morgen nochmals ran“, verkündete Thomas Constien, Leiter des Schulorchesters Cappella Corviniensis, vor dem letzten Stück am 114. Musikalischen Abend in der Stadthalle Northeim. Seit einigen Jahren gibt es zwei Aufführungen der musikalischen Errungenschaften des Northeimer Gymnasiums Corvinianum, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Nach dem abwechslungsreichen, fast dreistündigen Programm war man ohnehin kaum noch aufnahmefähig. Es begann mit einem lustigen Rap mit 20 Schülern über die Vorbereitungen eines Konzertes. Es dirigierte die Leiterin des Unterstufenchores Sabine Harborth-Constien.

Nach einer Jonglage von der Zirkus-AG (Leitung Marlene Dörnenburg), unter anderem effektvoll im Schwarzlicht, führte der Unterstufenchor mit kleinen Szenen einen Auszug aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ auf.

Die älteren Sängerinnen konnten ihre Nonnentracht gleich anbehalten, denn der „große“ Chor Ars Musica Vocalis führte einen mitreißenden Auszug aus dem Film „Sister Act“ auf. Chorleiter Thomas Constien holte Jonathan Enk nach vorne, denn er hatte Kyrie und Gloria aus dem Film frei bearbeitet.

Beide Chöre, die von einem Streichensemble und Theresa Constien am Klavier begleitet wurden, sangen sauber und engagiert.

Getanzte Emanizipation

Sechs Tänzerinnen der Tanz-AG, die von Dorothee Lahme geleitet wird, zeigten in Programmtänzen wie „Emanzipation der Frau“ und „Wettkampf“ ihr Können. Die Jazz-Band wiederholte ihren Erfolg vom Workshop-Konzert der vergangenen Woche. Man würde den Sängern Laura Wegner und Nicolas Brandt allerdings wünschen, dass die Musiker sie weniger lautstark begleiten würden.

Die Bläsergruppe spielte unter Leitung von Gabriel Archontidis, der wie immer in weißem Anzug auftrat. Emotional war seine Ankündigung eines Medleys vom Film „Exodus“. Zum Schluss klatschten und sangen alle mit bei „Sonntags nie“ von Manos Hadjidakis aus dem gleichnamigen Film.

Dynamisches Orchester

Die Capella Corviniensis spielte Werke von Wagner und Gershwin. Musikalischer Höhepunkt ihres Auftritts waren die Themen aus „Scheherazade“ von Nikolai Rimski-Korsakow. Das präzise musizierende Orchester gefiel hier insbesondere durch seine Dynamik. Vor allem der schwebende, leise Schluss gelang makellos. Die Solo-Violine wurde von Ruben Slawski mit zartem Schmelz gespielt.

Gelungene Pausenfüller

Umbauten waren nicht zu vermeiden. Damit dem Publikum nicht langweilig wurde, gab es als Pausen-Acts Auftritte von einem Jazz-Bläser-Quintett mit Jörg Maik Mauksch. Viel Heiterkeit rief der gekonnte Sketch von Rapper Ahmad Sadeqi und Michael Balz hervor. Hannah Hullmeine begeisterte mit „Je vole“ („Ich fliege“) aus dem Film „Verstehen Sie die Béliers?“, von Lena Holland auf der Gitarre begleitet.

Kräftiger Beifall

Die Gesamtorganisation hatte der Leiter der Corvi-Jazzband Jörg Maik Mauksch. Die Aufführenden machten ohne Ausnahme ihre Sache ausgezeichnet und bekamen kräftigen Beifall vom Publikum in der ausverkauften Stadthalle.

Von Anne-Lise Eriksen

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