Anwohner konnten Gründe nicht nachvollziehen

Nach Kahlschlag in Fredelsloh: Bauamtsleiter verspricht neue Bäume

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Aussprache: Während Mitarbeiter des Bauhofs im Hintergrund den Graben am Tönniesweg freilegen, erläutert Bauamtsleiter Albert Bracharz (Mitte) den Anwohnern Arno Schelle und Heidrun Windelband die Gründe für den Kahlschlag.

Fredelsloh. Am Mittwoch haben Mitarbeiter des Moringer Bauhofs am Tönniesweg in Fredelsloh eine Reihe Bäume und Sträucher entfernt. Das erhitzte die Gemüter einiger Anwohner, die die Gründe für den Kahlschlag nicht nachvollziehen konnten.

Schließlich wurden die Bäume vor 25 Jahren mithilfe von Renaturierungs-Geldern des Landkreises gepflanzt.

Bei einem Ortstermin hat Bauamtsleiter Albert Bracharz am Freitag gemeinsam mit den Anwohnern nach einer Lösung gesucht. Das Ergebnis: Es sollen neue Obstbäume gepflanzt werden.

„Wir nehmen diese Arbeiten ja nicht ohne Grund vor“, erläuterte Bracharz den Hintergrund des Kahlschlags. Die Bäume seien morsch oder zumindest krank gewesen, das habe ein Landschaftsgärtner bestätigt. Die Gefahr, dass sie bei Sturm umgeknickt wären, sei zu groß gewesen.

„Aufgabe unserer Behörde ist es schließlich, Gefahren abzuwehren“, erklärte Bracharz. Das gelte für Sachgüter gleichermaßen. Deshalb sei es wichtig, dass Büsche und Sträucher den Wasserfluss der Straßengräben nicht behinden, damit es bei starkem Regen keine Überschwemmungen gibt. „Diese Arbeiten waren langfristig geplant und nicht übers Knie gebrochen“, sagte Bracharz.

Während des Ortstermins waren Mitarbeiter des Bauhofs damit beschäftigt, den freigeschnittenen Graben per Bagger zu verbreitern. Hätte man die wild gewachsenen Eschen und die Obstbäume stehen gelassen, wäre das nicht möglich gewesen, so der Bauamtsleiter.

Dass die Stadt Moringen jetzt eine Ersatzpflanzung veranlassen will, wertete Anwohner Arno Schelle als gutes Zeichen. „An diesen Bäumen hing schon gewisses Herzblut“, sagte er und gab zu bedenken: „Künftig sollte besonders auf die Pflege dieses Straßenabschnitts geachtet werden, damit in ein paar Jahren nicht wieder alles mit wilden Sträuchern zugewachsen ist.“

Von Julia Schwekendiek

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