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Neubaugebiet erst mal gestorben

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Von: Niko Mönkemeyer

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Hier war das neue Baugebiet geplant: Ortsbürgermeister Rolf Müller zeigt, wo am südlichen Dorfrand von Hillerse 20 neue Bauplätze entstehen sollten.
Hier war das neue Baugebiet geplant: Ortsbürgermeister Rolf Müller zeigt, wo am südlichen Dorfrand von Hillerse 20 neue Bauplätze entstehen sollten. © NIKO MÖNKEMEYER

Aus dem geplanten neuen Baugebiet am Hillerser Friedhof wird nichts. Ortsbürgermeister Rolf Müller teilte dazu im Anschluss an die jüngste Sitzung des Ortsrates mit, dass der Investor seine Pläne für die Erschließung der rund 20 Bauplätze am südlichen Ortsrand der Northeimer Ortschaft zurückgezogen hat.

Hillerse – „Einige Anlieger, die gegen das neue Baugebiet sind, haben direkt an ihre Grundstücke grenzende Parzellen gekauft, um weiterhin einen freien Blick auf den Wahrberg zu haben“, beschreibt Mülller die aktuelle Situation. Daraufhin habe der Investor mitgeteilt, dass das Projekt für ihn damit uninteressant geworden sei, weil sich die Erschließung für ihn jetzt nicht mehr lohne. „Jetzt müssen wir unbedingt so schnell wie möglich andere Flächen finden, auf denen gebaut werden könnte, denn für das Gebiet am Friedhof gab es bereits mehr als 30 Interessenten“, so Müller.

Ein weiteres Thema der Ortsratssitzung war das Projekt „Soziale Dorfentwicklung“, mit dem die Ortschaften Höckelheim, Schnedinghausen und Berwartshausen unter dem Motto „Mooredörfer“, bei dem zunächst der Aufbau von sozialen Netzwerken und Strukturen in der Dorfregion im Mittelpunkte stehen soll.

„Mit Wolfgang Kiausch, Hartwin Gehrmann und dem Ortsratsmitglied Maximilian Hirr haben sich drei Personen bereit erklärt, sich als sogenannte Moderatoren ausbilden zu lassen und zu diesem Thema als Ansprechpartner für alle Hillerser zur Verfügung zu stehen, die Ideen oder Anregungen für das Projekt haben“, sagt Müller und verweist darauf, dass es dazu bereits am morgigen Dienstag, 26. April, ab 18.30 Uhr in der Remise eine Informationsveranstaltung gibt, bei der sich die Moderatoren vorstellen. „Wir hoffen, dass sich möglichst viele Hillerser an der Diskussion beteiligen.“

Hinsichtlich der Verwendung der Verfügungsmittel habe der Ortsrat noch keine Entscheidung getroffen, berichtet Müller weiter aus der Ortsratssitzung. Beschlossen habe man aber, dass der Ortsrat bei der Auswahl der Standorte für die Ersatzpflanzung von Bäumen mit eingebunden werden soll.

Ein weiteres Anliegen des Ortsrates ist es laut Müller, dass an drei unübersichtlichen Stellen im Ort Verkehrsspiegel angebracht werden: in den Einmündungsbereichen Glockentor/Wahrberstraße und Berwartshäuser Straße/Großrenroder Straße sowie im Bereich Am Großen Bach. Auf neue Fenster für den Kindergarten werden die Hillerser nach den Worten Müllers leider noch länger warten müssen. „Kämmerer Jörg Dodenhöft hat in der Sitzung noch einmal deutlich gemacht, dass das in diesem Jahr nichts mehr wird, weil wir da auf der Prioritätenliste wohl nach unten gerutscht sind, auch wenn die Stadt bestätigt hat, dass es da Handlungsbedarf gibt“, sagt Müller. Hintergrund sei wohl, dass der Einbau neuer Fenster gleich mit weiteren energetischen Maßnahmen verbunden werden soll. „Das ist wohl erst 2023 möglich, aber wir lassen da noch nicht locker.“ (NIko Mönkemeyer)

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