Neue Bürgerinitiative will Northeimer Stadthalle retten

Die Northeimer Stadthalle: Die neue Bürgerinitiative fordert ihren Erhalt. Foto: Schrader/nh

Northeim. In der Debatte um die Zukunft der Northeimer Stadthalle will ab sofort auch eine gegründete Bürgerinitiative (BI) „Rettet die Stadthalle“ ein gehöriges Wort mitreden.

Elf lokal prominente Personen haben sich zusammengefunden, um für den Erhalt der erst Ende der 1980-er Jahre gebauten Halle zu kämpfen. Sprecher ist Volker Behling.

Ziel der neuen BI ist nach Behlings Worten zum einen der langfristige Erhalt der Halle. Zum anderen müsse aber auch kurzfristig etwas getan werden, um den Kulturbetrieb in Northeim nicht zum Erliegen kommen zu lassen.

Mit dabei bei der Gründung waren Bernhard Tecklenburg, Siegfried Heyser, Arndt Windhorst, Irene-Marie Rechentin, der Konzertringvorsitzende Hans Harer, Dr. Christian Steigertahl, Volker Behling, Marlene Heyser, Ruth Brockhausen, Wolfram Schmidt und Corvi-Musiklehrer Thomas Constien.

„Schließungsbeschluss aufheben“

BI-Sprecher Behling: „Wir fordern Bürgermeister Tannhäuser auf, die für den 30. April kommenden Jahres verfügte Schließung der Stadthalle aufzuheben und den weiteren Betrieb zu ermöglichen, Andernfalls würde der Kulturbetrieb der Stadt irreparablen Schaden nehmen.“ Neben vielen anderen Veranstaltungen müssten auch die Konzerte des Northeimer Konzertrings eingestellt werden, wovon allein bis zu 800 Einwohner aus Northeim und dem Umland betroffen wären. Eine schnelle Aufhebung der Schließungsverfügung, so fährt Behling fort, sei deswegen erforderlich, weil die Planung des Konzertrings für den Konzertwinter 2015/16 bereits in den nächsten Wochen erfolgen müssen.

Mittelfristiges Ziel der neuen Bürgerinitiative sei es, die Stadthalle in der bestehenden Form zu erhalten und weiterhin wie bisher für den Kulturbetrieb, Tagungen und Ausstellungen zu erhalten. Dies, so die einhellige Meinung der Gründungsmitglieder, sei auch ein Stück Daseinsfürsorge für die Northeimer Bürger.

Natürlich sei der BI bekannt, dass die Stadtverwaltung alternative Lösungen zum Beispiel für den Neubau einer Halle für kulturelle Zwecke im Rahmen eines kombinierten Sport- und Kulturzentrums prüft, weil der Landkreis die Schuhwallsporthalle ohnehin erneuern muss.

Die Bürgerinitiative sei jedoch davon überzeugt, dass bei dem Vergleich von Investitionen, Betriebskosten und anderen Faktoren sich der Erhalt der vorhandenen Stadthalle als die beste Lösung herausstellen werde, fasst Behling die übereinstimmenden Haltung der BI-Mitglieder zusammen.

Kostenvergleich

Die Stadtverwaltung gibt die jährlichen Betriebskosten für die bestehenden Stadthalle mit mindestens 300.000 Euro an. Zudem seien mindestens 425.000 Euro nötig, um den neuen Brandschutz- und auch baurechtlichen Bestimmungen zu entsprechen. Die Kosten für einen eventuellen Neubau stehen noch nicht fest.

Von Axel Gödecke

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