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Landkreis Northeim: Mobile Sirenen können sprechen

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Von: Axel Gödecke

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Von dieser mobilen Sirenenanlage hat drei Landkreis Northeim drei Stück angeschafft. Über den integrierten Lautsprecher sind auch Sprachdurchsagen möglich.
Von dieser mobilen Sirenenanlage hat drei Landkreis Northeim drei Stück angeschafft. Über den integrierten Lautsprecher sind auch Sprachdurchsagen möglich. © Konstantin Mennecke

217 Sirenen gibt es im Landkreis Northeim. Sie rufen Feuerwehrleute zu Einsätzen und sollen die Bevölkerung vor Katastrophenlagen warnen.

Landkreis Northeim - Diese werden von den Städten und Gemeinden unterhalten und teils erneuert. Das für die zentrale Alarmierung nötige Digitalisierungsprogramm sei abgeschlossen, teilte der Landkreis auf Anfrage mit.

Für die Modernisierung der Sirenen selbst gibt es vom Bund Zuschüsse. So erhält Niedersachsen aus dem Bundestopf 4,1 Millionen Euro. Der Landkreis hatte die Städte und Gemeinden über die Fördermöglichkeit informiert und die Antragsstellung beim Land koordiniert, so Kreissprecherin Tanita Schebitz.

Wie viele Sirenen die Kommunen über das Förderprogramm erneuern oder zusätzlich beschaffen, könne der Landkreis noch nicht sagen, da es noch keine Förderzusagen des Bundes an die Kommunen gebe.

Die vorhandenen Sirenen seien allerdings digital so umgerüstet worden, dass sie alle von zentraler Stelle gesteuert den klassischen Feueralarm für die Feuerwehr als auch das Signal „Warnung der Bevölkerung“ und „Entwarnung“ wiedergeben können.

Anders als beispielsweise in Hessen verzichteten die Kommunen im Kreis Northeim darauf, die herkömmlichen Sirenen auf feste, lautsprecherbasierte Systeme mit Durchsagefunktion (sprechende Sirenen) umzurüsten. Nach Erfahrungen aus dem ersten bundesweiten Sirenen-Warntag seien Sprachdurchsagen über diese Sirenenart in weiterer Entfernung nur schwer verständlich.

In der Nähe funktionierten diese Lautsprecher-Sirenen allerdings mit ihrer Durchsagefunktion gut und deswegen habe der Landkreis für 30 000 Euro drei solcher „sprechenden“ Sirenen als mobile Systeme angeschafft, so die Kreissprecherin.

Es handele sich um neuartige Sirenen, die anstelle eines Motors, der den klassischen Heulton erzeugt, Hochleistungslautsprecher besitzen. Der Vorteil liege in einem deutlich höheren Schalldruck, zumindest soweit es die Warntöne betrifft.

Die ebenfalls über die mobilen Sirenen möglichen Sprachdurchsagen seien in der näheren Umgebung ganz gut verständlich, weshalb man sie im mobilen Einsatz auch dafür nutzen wolle. Kürzlich wurden sie in Moringen getestet. Für ihre Bedienung gebe es eine entsprechend ausgerüstete Einheit der Kreisfeuerwehr. Weitere mobile Sirenen seien in den Feuerwehrtechnischen Zentralen stationiert. (goe)

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