Neuer Gerätewart: Feuerwehr will Aufstockung auf ganze Stelle

Neu: Oliver Hassepaß ist jetzt hauptamtlicher Gerätewart der Feuerwehr Northeim. Foto: Niesen

Northeim. Die Freiwillige Feuerwehr Northeim wünscht sich, dass die halbe Stelle des neuen Feuerwehrgerätewarts Oliver Hassepaß (36) in eine volle Stelle umgewandelt wird, weil er die anfallenden Arbeiten für die Feuerwehren der Kreisstadt anderenfalls nicht schaffen kann.

Das wurde in der Sitzung des Northeimer Ratsausschusses für Wirtschaft, Verkehr und öffentliche Sicherheit deutlich, die nach Angaben von Ausschussmitglied Stefan Krauß (SPD) erstmals seit acht Jahren wieder in den Räumen der Feuerwehr stattfand.

Ausschussvorsitzender Walter Keup (CDU) sagte zu, dass sich die Politik mit dem Wunsch befassen wird. Zuvor hatten insbesondere Ortsbrandmeister Bernard Krzepina und Stadtbrandmeister Günther Brünig die umfangsreichen Aufgaben des neuen Gerätewartes geschildert.

Er ist nicht nur für die Ausrüstung der Schwerpunktfeuerwehr Northeim zuständig sondern auch für die der beiden Stützpunktfeuerwehren in Langenholtensen und Höckelheim sowie die der Ortsfeuerwehren. Nach den Worten Krzepinas würden viele Arbeiten derzeit durch die aktiven Feuerwehrmitglieder wahrgenommen. Die Grenze der Belastbarkeit für das Ehrenamt sei erreicht. Die Wehrmitglieder hätten in diesem Jahr schon über 200 Einsätze leisten müssen, die zu Lasten ihres Berufs, der Freizeit und der Familie gingen. Anschließend müsste die Ausrüstung sofort wieder einsatzbereit gemacht werden: Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz.

Der neue Gerätewart muss seine Arbeitskraft zurzeit je zur Hälfte zwischen Feuerwehr und den Technischen Diensten der Stadt aufteilen - immer wochenweise. Er ist bereits seit seinem 10. Lebensjahr in der Feuerwehr aktiv, hat den Rang eines Oberbrandmeisters und ist als Zugführer in der Feuerwehr von Herzberg aktiv, wo er mit seiner Familie lebt. Gelernt hat er Kfz-Mechaniker. Berufliche Erfahrungen sammelte er sowohl mit Pkws als auch mit Lkws.

Ausschussvorsitzender Keup nannte die Voraussetzungen, die der neue Gerätewart mitbringt, „sehr gut“. SPD-Fraktionschef Berthold Ernst schlug im Zusammenhang mit der Frage nach einer Aufstockung der Stelle vor, zu prüfen, wie der Landkreis mit den Wehren in den Feuerwehren in den anderen Kommunen in Sachen Gerätepflege kooperiert. (zhp)

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