Neuer Northeimer Kulturkreis bietet mehr als nur Theater

Frohe Mienen: Hans-Erich Tannhäuser (von links), Kultur-Profi Harald März, Hartmut Hartje, Ohnsorg-Star Heidi Mahler, Stadthallenfördervereins-Vorsitzender Volker Behling und Ohnsorg-Intendant Christian Seeler blicken optimistisch in die Zukunft des neuen Kulturkreises. Foto: Eriksen

Northeim. Schauspiel-Star Heidi Mahler und Intendant Christian Seeler vom Hamburger Ohnsorg-Theater verliehen der Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen „Kulturkreises Stadthalle Northeim - mehr als nur Theater“ besonderen Glanz.

Der Kulturkreis, der von der Stadt Northeim und dem Stadthallen-Förderverein gemeinsam getragen wird, ist eine Wiederbelebung des Theaterrings, der 2012 nach 33 Jahren trotz guter Auslastung eingestellt wurde. „Aus heutiger Sicht ist die damalige Entscheidung nicht nachvollziehbar“, sagte Volker Behling, Vorsitzender des Stadthallen-Fördervereins. Es freue ihn, dass Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser und der Stadtrat ihre Haltung geändert haben. Der Rat hat eine Anschub-Finanzierung von 5000 Euro bewilligt.

Tannhäuser legte dar, wie durch den Rückkauf des Rathauses und durch geänderte Zinskonditionen jährlich etwa 250 000 Euro frei wurden. Diese Mittel werden eingesetzt, um einen Weiterbetrieb der Stadthalle und der Schuhwallhalle zu gewährleisten. „Wir wollen erreichen, dass das ganze Potenzial vor Ort genutzt wird“, sagte Tannhäuser und nahm unter dem Schlagwort „A7 - Achse Hamburg-Northeim“ Heidi Mahler und Christian Seeler das Versprechen ab, bei anderen Veranstaltern für die Stadthalle Northeim zu werben.

Der neue Name „Kulturkreis“ ist bewusst so gewählt, dass er alle Bereiche von Kultur, Bildung und gesellschaftlichem Leben umfasst, erläuterte Volker Behling.

„Die Stadt Hamburg hat uns zu Gastspielen verpflichtet, und wir brauchen daher Spielstätten wie die Northeimer Stadthalle“, stellte Christian Seeler fest. „Politiker, die Kultursubventionen nur als Ausgaben sehen, begehen einen Denkfehler. Es handelt sich um Investitionen, denn kulturelle Veranstaltungen kurbeln die Wirtschaft an“, führte der Intendant weiter aus. „Es gibt Übernachtungen, man geht essen, es wird Neues zum Anziehen gekauft, man geht zum Friseur.“

Volker Behling, Silke Hilke-März vom Stadthallen-Management und Harald März, früherer Kultusamtsleiter der Stadt Northeim, sowie Hartmut Hartje, Abonnent der ersten Stunde des Theaterrings, plauderten aus dem Nähkästchen. „Schwere Stoffe gingen im Theaterring gar nicht. Die Besucher wollten unterhalten werden und vom Alltag abschalten können. Wenn etwas nicht gefiel, gingen sie in der Pause oder wanderten wie bei Ilja Richter einfach aus“, erzählten sie.

Christian Seeler und Heidi Mahler freuten sich, dass die Vorstellung des unverwüstlichen Klassikers „Tratsch im Treppenhaus“ von Jens Exler ausverkauft war, die nach der Pressekonferenz stattfand.

Das neue Programm

Für 2016 sind Einzelveranstaltungen mit Tony Christie am 22. März, Karl Dall am 29. Oktober und Badesalz am 26. November fest vereinbart. Geplant sind weiterhin eine „(Sch)laue Sommernacht der Northeimer Literatur“ (Datum noch offen), eine Wiederauflage des erfolgreichen Konzertprojekts „Northeim Klassik trifft Northeim Pop“ am 19. November und ab dem 18. November eine Ausstellung im Foyer mit Unterwasserfotos von Beo Brockhausen.

Im neuen Abonnement des „Kulturkreises Stadthalle Northeim“ für 2017 gibt es drei Veranstaltungen:

• 12. Januar: Ohnsorg Theater, Verteufelte Zeiten,

• 15. Februar: Theater am Kurfürstendamm, Anderthalb Stunden zu spät,

• 29. März: Kabarettist Mathias Richling.

Bis zum 1. April 2016 können Abonnenten der Saison 2011/12 des alten Theaterrings ihre Stammplätze wieder belegen. Neue Abonnenten können ab September 2016 berücksichtigt werden. Abo-Interessenten können sich an Silke Hilke-März vom Stadthallenmanagement, Tel. 05551 / 966188, E-Mail hilke@northeim.de, wenden.

Von Anne-Lise Eriksen

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