Reihentest nach Fällen auf der Normalstation

Helios-Krankenhaus Northeim: Neun Mitarbeiter mit Corona

Das Helios-Krankenhaus in Northeim.
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Das Helios Krankenhaus in Northeim. 

Ein Corona-Reihentest der 470 Beschäftigten im Northeimer Krankenhaus hat bei neun Mitarbeitern Infektionen ergeben. Das teilte Klinikumssprecher Martin Wilmsmeier mit. Alle zeigten keinerlei Symptome und befänden sind in häuslicher Quarantäne.

Northeim – Bei dem Reihentest, der notwendig geworden war, nachdem bei zwei Patienten auf der Normalstation Coronainfektionen festgestellt worden waren (HNA berichtete) seien auch einige Patienten getestet worden. Dabei wurde eine weitere Coronainfektion festgestellt. Auch dieser Patient ist nach Wilmsmeiers Worten symptomfrei.

Die Mitarbeiter seien nach Art und Dauer des Kontaktes mit den beiden Patienten teilweise auch mehrfach getestet worden. Die Patienten hatten bei ihrer Aufnahme ein negatives Testergebnis auf Corona, dann aber bei einem weiteren Test aus ungeklärten Gründen ein positives, so Wilmsmeier.

Generell sind die Kliniken im Landkreis Northeim bei der Behandlung von Corona-Patienten noch lange nicht am Limit. Wie eine Umfrage der HNA bei den Krankenhäusern ergab, werden derzeit insgesamt 29 Patienten in den Krankenhäusern Northeim, Bad Gandersheim und Einbeck behandelt, davon 3 auf Intensivstationen. Im Einbecker Bürgerspital gibt es außerdem nach Auskunft von Geschäftsführer Frederic Lazar drei Corona-Verdachtsfälle. Im Northeimer Helios-Krankenhaus werden laut Sprecher Wilmsmeier sieben Verdachtsfälle – wie die bestätigt Infizierten – isoliert behandelt. „Die Klinik ist auch weiterhin auf einen Anstieg schwer verlaufender Covid-19-Erkrankungen vorbereitet. Mit einer Vorlaufzeit von 24 Stunden sind wir zudem in der Lage, unsere Kapazitäten noch einmal zu erweitern“, betonte er.

Mit 20 Coronapatienten versorgt die Helios-Klinik in Bad Gandersheim die meisten Coronafälle. Dort hat Helios die Behandlung von Patienten mit Covid-19 aus der Region (einschließlich Salzgitter) konzentriert, die keine intensivmedizinische Versorgung benötigen. 85 betten stehen dafür dort bereit.

Verschlechtere sich der Zustand eines dieser Patienten, sodass eine Behandlung auf einer Intensivstation notwendig werde, könne dieser kurzfristig in ein entsprechend ausgestattetes Krankenhaus verlegt, erklärte Sprecherin Daniela Kasper. In der Kurstadt gibt es keine Intensivstation, nur eine Überwachungsstation für Patienten mit einem höheren Überwachungsbedarf. (Olaf Weiss)

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