Diakonie-Sozialstationen Westharz übernimmt

Neustart für die Sixti-Schwesternstation Northeim

Übernahme und Umzug der Sixti-Schwesternstation Northeim: Das Bild zeigt (v. links) Barbara Schünemann (stellv. Pflegedienstleiterin), Sabine Heierhoff (Pflegedienstleiterin), Dr. Karsten Möller (Vorsitzender Gesellschafterversammlung Sixti-Schwesternstation), Hans-Joachim Lanke (Vorstand Diakonisches Werk Niedersachsen), Geschäftsführer Hans-Herrmann Heinrich, Friedrich Selter (Chef des Kuratoriums ev. Stiftung Alt- und Neu-Bethlehem) und Sixti-Kirchenvorsteher Dr. Christian Steigertahl an einem der 25 neuen Dienstwagen der Sixti-Schwesternstation.
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Übernahme und Umzug der Sixti-Schwesternstation Northeim: Das Bild zeigt (v. links) Barbara Schünemann (stellv. Pflegedienstleiterin), Sabine Heierhoff (Pflegedienstleiterin), Dr. Karsten Möller (Vorsitzender Gesellschafterversammlung Sixti-Schwesternstation), Hans-Joachim Lanke (Vorstand Diakonisches Werk Niedersachsen), Geschäftsführer Hans-Herrmann Heinrich, Friedrich Selter (Chef des Kuratoriums ev. Stiftung Alt- und Neu-Bethlehem) und Sixti-Kirchenvorsteher Dr. Christian Steigertahl an einem der 25 neuen Dienstwagen der Sixti-Schwesternstation.

Die über 130-jährige Geschichte der St.-Sixti-Schwesternstation Northeim geht nach der Insolvenz unter neuer Trägerschaft weiter.

Northeim - Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens startet die Schwesternstation unter einem neuen diakonischen Träger neu. Das Rennen unter den zuletzt noch zwei Übernahmekandidaten hat die Diakonie-/Sozialstationen Westharz gGmbH mit Sitz in Osterode gemacht. Das war auch der Wunschkandidat der St.-Sixti-Kirchengemeinde.

Die Westharzer hatten zum Jahresanfang bereits die Gemeindeschwesternstation Katlenburg übernommen. Nun folgte zum 1. September die Northeimer Einrichtung. Diese war zu Jahresbeginn in finanzielle Schieflage geraten (HNA berichtete). Ihr Betrieb lief allerdings stets weiter. Alle rund 500 Patienten werden neue Verträge mit dem neuen Träger erhalten, sagte Hans-Herrmann Heinrich, Geschäftsführer der Diakonie-/Sozialstationen Westharz, der nun auch für Northeim zuständig ist.

Von den 90 Mitarbeitern in der ambulanten und hauswirtschaftlichen Pflege übernehmen die Westharzer 70 Kräfte. Und sie werden auch den Namen St.-Sixti-Schwesternstation beibehalten.

Neue Fahrzeugflotte und neues Domizil

Neu ist aber das Domizil der Station. Ab nächster Woche wird die Logistik der Pflege aus angemieteten Räumen am Northeimer Entenmarkt (ehemals Druckerei Ernst) gesteuert. Und ganz neu ist auch die Fahrzeugflotte, mit der die Pflegekräfte in Northeim und Umgebung unterwegs sein werden. Heinrich: „Nur für den Raum Northeim haben wir 25 nagelneue Autos gekauft. Die können die Pflegekräfte mit nach Hause nehmen, denn künftig werden sie von dort aus direkt zu den Patienten fahren.“

Der Neustart unter neuer Trägerschaft war den Verantwortlichen aller am Rettungsprozess beteiligten Institutionen eine Feierstunde wert. Die fand in der im Umbau befindlichen St.-Sixti-Kirche statt – gleichsam ein Symbol auch für den Umbau und Neustart der traditionsreichen Schwesternstation.

„Von Anfang an war es unser Ziel, der Schwesternstation eine Fortsetzung ihrer Arbeit unter dem Dach der Diakonie zu ermöglichen. Wir sind froh, dass dies mit uns als neuem Träger und Hans-Hermann Heinrich als Geschäftsführer nun gelingen kann“, sagte Göttingens Superintendent Friedrich Selter als Chef der Gesellschafterversammlung des Stifts Alt- und Neu-Bethlehem, das Gesellschafter der Diakonie-/Sozialstationen Westharz ist.

Auch das Diakonische Werk Niedersachsen hatte bei der Entwicklung der Zukunftsperspektive unterstützt. „Wir freuen uns, dass es nach einem intensiven Beratungsprozess gelungen ist, die Schwesternstation in der diakonischen Familie zu halten und wirtschaftlich neu aufzustellen“, sagte Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen. Es sei nicht nur gelungen, die Versorgung der Patienten sicherzustellen und die große Mehrzahl der Arbeitsplätze zu sichern. Auch die Bezahlung der Mitarbeiter nach Tarif des Diakonischen Werks sei ein wichtiges Anliegen gewesen.

Drei Kirchenkreise rücken zusammen

Superintendent Jan von Lingen betonte, dass mit dem Neustart auch die drei Kirchenkreise Leine-Solling, Göttingen und Harzer Land näher zusammenrücken. Es entwickele sich ein gemeinsames diakonisches Dach, das zukunftsweisend sei.

Sixti-Kirchenvorsteher Dr. Christian Steigertahl freute sich über den neuen Träger Diakonie Westharz, der mit seinem erfahrenen Geschäftsführer Hans-Herrmann Heinrich der Wunsch-Übernahmekandidat der Gemeinde gewesen sei. Er, seine Pflegedienstleiterin Sabine Heierhoff und die vielen anderen erfahrenen Mitarbeiterinnen würden nun schwarze Zahlen anstreben. Der Sixti-Kirchenvorstand verabschiede sich aus der Einrichtung mit dem Wissen, dass diese „in beste Hände gerät und die Menschen in unserer Region weiter im Sinne der diakonischen Säule der Kirche versorgt werden.“

(von Axel Gödecke)

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