Bis Ostern sollen über 16.000 Impfdosen geliefert werden

Corona-Impfung: Im Landkreis Northeim 5000 Personen auf der Warteliste

Ältere Frau erhält eine Corona-Impfung in den Oberarm.
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Ein kleiner Pieks : Für den vollen Impfschutz gegen Corona ist diese Prozedur zwei Mal notwendig.

Die Impfung der Personen mit der Priorität 1 ist im Landkreis Northeim noch nicht abgeschlossen.

Northeim – Wie Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer am Montag auf Anfrage mitteilte, stehen noch 5000 über 80-Jährige auf der Warteliste (Stand 24. Februar) für das Impfzentrum. Neben den über 80-Jährigen gehören unter anderem Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen zur Priorität 1.

Wann die Impfung der Menschen mit Priorität 2 in den Mittelpunkt rutscht, konnte der Sprecher noch nicht sagen, erinnerte aber daran, dass bereits Personen aus dieser Gruppe geimpft werden. Das habe das Land Niedersachsen vor einer Woche per Erlass ermöglicht. Sie erhalten den Impfstoff von Astra-Zeneca, der bisher nur für Personen bis 64 Jahre zugelassen ist. Zur Priorität 2 gehören Personen, die älter als 70 sind und Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, aber auch Polizisten, Erzieherinnen und Lehrer in Grund- und Förderschulen.

Bis Ostern soll der Landkreis über 16 000 Impfdosen erhalten, kündigte Niemeyer an:  je 4520 für Erst- und Zweitimpfungen des Vakzins von Biontech/Pfizer, 6600 für Erstimpfungen des Impfstoffs von Astra-Zeneca und  300 Portionen von Moderna für Erstimpfungen (100 wurden bereits Mitte Februar geliefert) und 400 für Zweitimpfungen.

Beim Impfstoff von Biontech sollte die Zweitimpfung nach Angaben des Gesundheitsamtes drei Wochen und bei dem von Moderna vier Wochen nach der Erstimpfung erfolgen. Beim Impfstoff von Astra-Zeneca sollte die zweite Spritze zwischen der neunten und zwölften Woche nach der ersten Impfung verabreicht werden. Der Impfstoff für die Zweitimpfungen mit Astra-Zenecea ist in der aktuellen Lieferplanung des Landkreises daher noch nicht enthalten.

Zurzeit können laut Niemeyer im Impfzentrum täglich mit zwei Ärzten bis zu 350 Personen geimpft werden. Eine Steigerung auf bis zu 750 Impfungen mit dann drei Ärzten wäre möglich.

Ihre ersten Impfung haben laut Kreisverwaltung bisher 6197 Personen erhalten (Impfquote 4,7 Prozent). Die zweite Impfdosis haben 2313 Personen (1,8 Prozent) bekommen. Abgeschlossen sind die Erstimpfungen in den 29 Alten- und Pflegeheimen im Kreis. Laut Kreisverwaltung sind in zehn Heimen auch die Zweitimpfungen beendet. In den übrigen Heimen sollen sie bis zum 18. März erfolgen.

Die Impfbereitschaft in den Heimen sei hoch. Über 90 Prozent der Bewohner hätten sich immunisieren lassen. Das sei ein wichtiger Beitrag, um dort schwere Coronaverläufe weitgehend zu vermeiden, erläuterte Amtsärztin Dr. Regina Pabst. Die Impfbereitschaft der Beschäftigten sei aber deutlich geringer. Sie sei noch einmal gesunken, nachdem für Personen unter 65 nicht mehr der Impfstoff von Biontech, sondern der von Astra-Zeneca verwendet werde. Diese Vorbehalte seien ungerechtfertigt, da er schwere Krankheitsverläufe ebenso gut verhindere. (Olaf Weiss)

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