Noch sind Impftermine frei

Auslastung bei mobilen Angeboten bei über 80 Prozent im Landkreis Northeim

Spritze im Bus: Karin Brettschneider erhält ihre Corona-Impfung von Alexander Blum im Impfbus des Landkreises Northeim, als er Station in Düderode macht.
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Spritze im Bus: Karin Brettschneider erhält ihre Corona-Impfung von Alexander Blum im Impfbus des Landkreises Northeim, als er Station in Düderode macht.

Längst nicht alle Termine sind vergeben, wenn der mobile Impfbus Station in den Städten und Gemeinden macht. Das teilt die Kreisverwaltung auf HNA-Anfrage mit.

Landkreis Northeim – Insgesamt liege die Auslastung bei durchschnittlich 82,3 Prozent. Deshalb würden dann auch oft spontan Passanten auf das Impfangebot hingewiesen, erklärt Tanita Schebitz vom Landkreis-Presseteam.

Trotzdem konnte der Impfstoff an Bord des Impfbusses in den vergangenen Wochen nicht immer komplett verimpft werden.

Die Impfungen, die der Landkreis Northeim gemeinsam mit den Städten und Gemeinden anbietet, seien als ergänzendes Angebot zu den Impfungen zu sehen, die durch die niedergelassenen Ärzte vorgenommen werden. Da es jedoch keine Schnittstelle gebe, die den Impffortschritt der niedergelassenen Ärzte abbilde, könnten vom Landkreis keine entsprechenden Bedarfe abgeleitet werden, nennt die Kreisverwaltung einen möglichen Grund.

Außerdem werde aktuell bei den Impfbussen nur das Vakzin Moderna verimpft, das jedoch nicht für Personen unter 30 Jahren geeignet sei. Diese können laut Kreisverwaltung nur das Angebot der Impfstationen und Ärzte nutzen, denn hier werde auch Biontech verimpft. Aktuell würden die Mengen an Biontech, wie sie von den Impfteams bestellt worden seien, nicht zur Verfügung gestellt.

Im Übrigen sei das gleichzeitige Angebot von zwei verschiedenen Impfstoffen aufgrund der besonderen Gegebenheiten des Impfbusses schwierig umzusetzen. Um sicherzustellen, dass jeder den „richtigen“ Impfstoff erhalte, sei es erforderlich, dass für jeden Impfstoff eine „Impfstraße“ oder zumindest eine impfbefähigte Person vorgehalten wird. Der Impfbus sei jedoch aktuell mit lediglich einem Team unterwegs, welches eine impfbefähigte Person umfasse.

Wünschenswert ist aus Sicht der Kreisverwaltung, dass wieder in angeforderter Menge Biontech-Impfstoff zur Verfügung gestellt wird, damit dieser dann auch in den Impfbussen verimpft werden kann. Für die Impfungen im Impfbus mit voriger Terminanmeldung sei eine Planungssicherheit des Impfstoffes erforderlich. Solange dieses weiterhin eine unbekannte Variable bleibe, werde ausschließlich Moderna geimpft.

Aber das Angebot der Impfung vor Ort soll es auch in Zukunft noch geben, verspricht die Kreisverwaltung. Der Umfang sei abhängig von der Lage. (Rosemarie Gerhardy)

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