Aus dem Nörtener Wald wird ab 2013 digital gefunkt

Antennen-Mast sorgt für Unruhe

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Der neue Mast: Die Stahlgitterkonstruktion ragt mit 40 Metern über die Baumwipfel hinaus. Zum Vergleich daneben der kleine Funkmast der Telekom auf dem Wasserhochbehälter.

Nörten-Hardenberg. Die Anlieger des Habichtsfangs, des Fasanenwegs und der Bussardstraße in Nörten-Hardenberg blicken derzeit mit sorgenvoller Miene auf den Nörtener Wald: Der Grund: Dort ragt über den Wipfeln der großen Bäume ein neuer Mast heraus.

Nachfragen im Rathaus der Kommune haben die Anlieger nicht weiter gebracht. Die Gemeinde hat nach Angaben von Ingo Weinreich vom Bauamt zwar die Zustimmung zum Bau des 40 Meter hohen Mastens signalisiert, die funktechnische Ausstattung liegt jedoch in der Hand des Landes Niedersachsen, in diesem Fall der Zentralen Polizeidirektion in Hannover.

Sprecher Christian Janzen teilte auf Anfrage der HNA mit, dass es sich bei dem neuen Funkmast im Nörtener Wald um ein Element zum Aufbau des digitalen Funknetzes für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben - kurz BOS genannt - handelt.

„BOS ermöglicht eine verlässliche und übergreifende Kommunikation der Sicherheitsbehörden - etwa zwischen Polizei und Rettungskräften - und zwar bundesweit. Nicht selten erfolgt die Gefahrenabwehr durch die Feuerwehr zum Beispiel in enger Kooperation mit dem Technisches Hilfswerk oder anderen Rettungsdiensten“, erläutert Janzen. In den Netzabschnitten Lüneburg, Oldenburg und Hannover werde bereits digital gefunkt, im Netzabschnitt Göttingen habe gerade die Installation der neuen Systemtechnik begonnen. Dazu gehöre auch der Stahlgittermast in Nörten.

Der befindet sich direkt neben dem Wasserhochbehälter der Gemeinde und hat eine stattliche Höhe von 40 Metern. Der Mast ist allerdings noch nicht mit Technik ausgestattet. Die soll laut Janzen gegen Ende dieses Jahres installiert werden. „Mit einer Integration der Systemtechnik ist voraussichtlich ab Mitte 2013 zu rechnen. Davor liegt eine Erprobungsphase von etwa sechs Monaten.“

Sicherheit im Vordergrund

Der Sprecher der Polizeidirektion versichert, dass beim Aufbau des BOS-Digitalfunks die Sicherheit und Gesundheit der Bürger wie in diesem Fall der Nörtener Anlieger im Vordergrund steht. Die gesetzlichen Vorgaben nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetzes würden selbstverständlich eingehalten.

Weitere Informationen zum Strahlenschutz und zum Betriebssystem gibt es es auf den Internetseiten www.bfs.de sowie www.bdbos.bund.de

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