Eine Straße nur für Anwohner

Am Walle: Landkreis soll Einbahnstraßenregelung in Nörten-Hardenberg ändern

Die Straße Am Walle im unteren Bereich in Nörten-Hardenberg.
+
Extrem schmal ist die Straße Am Walle im unteren Bereich: Seit einem guten Jahr ringt der Ortsrat Nörten-Hardenberg um eine Lösung der Verkehrsprobleme.

Nur noch Anwohner sollen künftig in Nörten-Hardenberg von der Langen Straße aus in die schmale Gasse Am Walle einfahren dürfen.

Nörten-Hardenberg – Eine entsprechende Regelung wünscht sich der Ortsrat Nörten-Hardenberg vom Landkreis. Die Kreisverwaltung soll damit eine erst zu Jahresbeginn eingeführte Neuregelung des Einbahnstraßenverkehrs zurücknehmen, die besagt, dass Autos nur noch aus der Straße Am Walle auf die Lange Straße einfahren dürfen. „Dagegen haben 50 Anwohner des Altdorfs mit einer Unterschriftenliste protestiert“, berichtete jetzt Ortsbürgermeisterin Sabine Opolka (CDU). Die Wiederherstellung des alten Zustands sei aber auch keine Lösung.

Mitte 2019 hatten nämlich Anwohner genau dagegen mobil gemacht. Damals hieß es, Raser jagten von der Langen Straße kommend die schmale Gasse hinauf Richtung Friedhof. Sie gefährdeten damit Senioren, Kinder und Haustiere, die unbedacht auf die Straße treten würden, Unfälle drohten.

Die Beschränkung auf Anwohnerverkehr soll nun das Problem lösen. Im Ortsrat gibt es jedoch Zweifel, ob sich die Bürger daran halten. Zu den Rasern gehören Lieferdienste, deren Fahrer unter Zeitdruck stehen, heißt es. Auch einige Anwohner würden sich nicht an Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. „Es geht in Nörten zum Teil zu wie in einem schlechten Film“, kommentierte Ortsbürgermeisterin Opolka.

Die Kommunalpolitiker befassten sich in der Sitzung zudem mit dem Verkehr auf der Langen Straße. Opolka hatte beantragt, die Durchgangsstraße für den Schwerlastverkehr zu sperren. Das könnte allerdings dazu führen, dass der Schwerlastverkehr zukünftig auf die Parallelstraße ausweichen würde, hieß es im Ortsrat. An der Bünte befänden sich jedoch die Schule und die Kindertagesstätte. Opolka zog daraufhin ihren Antrag zurück. Zur Sprache kam auch das Problem mit Falschparkern an der Langen und der Göttinger Straße. Gemeindebürgermeisterin Susanne Glombitza kündigte aus diesem Grund verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt an. (Michael Caspar)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.