Verein Anker in Nörten-Hardenberg braucht dringend Geld

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Das Kriegsgericht hat gespendet: Ernst Kasten (links) und Peter von Roden haben ihre Einnahmen an Anker-Geschäftsführerin Heidi Zimmermann-Kues übergeben. „Für uns war klar, dass wir hier helfen müssen“, sagte von Roden.

Nörten-Hardenberg. Der Verein Anker aus Nörten-Hardenberg ist in Geldnot und will daher seinen Transporter als Werbefläche vermieten. Aktuell ist jede Spende willkommen.

Wirtschaftsunternehmen können reagieren, wenn die Marge nicht stimmt. Dann werden entweder die Personalkosten gesenkt oder die Produktpreise angezogen. Beim Verein Anker in Nörten-Hardenberg stimmt die Marge derzeit auch nicht. „Aber wir können weder Kosten senken noch Preise anheben“, bringt es Pastor Dr. Wolfgang Schillak auf den Punkt.

Der Anker, der sich unter anderem mit seinen Läden für Möbel und Garderobe oder die Lebensmittelausgabe über die Tafel um Hilfe und Unterstützung für sozialschwache Menschen kümmert - auf der Liste des Vereins stehen mittlerweile 1400 Personen -, stößt aktuell kostenmäßig an seine Grenzen. Nachdem es sowohl die sogenannte Bürgerarbeit als auch die Ein-Euro-Jobber nicht mehr gibt, ist der mit 25 Personen ausgestattete Personalrahmen des Ankers ganz eng ausgelegt. „Ein Abbau würde schon deshalb keinen Sinn machen, weil die meisten ehrenamtlich oder nur gegen ein kleines Entgeld arbeiten“, erläutert Schillak. „Die Preise für Klamotten und Möbel können wir logischerweise auch nicht anheben, weil wir dann unsere Abnehmer nicht mehr erreichen.“

Dr. Wolfgang Schillak

Da aufgrund dieser misslichen Situation die Einnahmen die Ausgaben nicht mehr decken, sucht der Verein Anker nach neuen Möglichkeiten. Die sieht Schillak in vorderster Linie in einem Sponsoring wünschenswerterweise von mehreren Unternehmen.

Im Blickpunkt steht dabei die Logistik. Der Anker hat einen eigenen Kleintransporter (Sprinter), um zum Beispiel Möbel-Spenden abzuholen und auszuliefern. Die Warteliste, um etwas abzuholen, ist inzwischen auf mehrere Wochen angewachsen. „Wir haben nur einen Fahrer, könnten aber drei gebrauchen“, sagt der Anker-Chef.

Die Unterhaltung der Logistik, die Schillak als „Herzstück des Vereins“ bezeichnet, verschlingt jährlich 6000 Euro. Das sei kaum mehr zu stemmen. „Die Lösung könnte so aussehen, dass die freien weißen Flächen des Sprinters zu Werbezwecken von heimischen Unternehmen zu vergleichbar günstigen Konditionen genutzt werden.“

Natürlich ist der Verein Anker darüber hinaus für jede kleine Geldspende oder fördernde Mitgliedschaft dankbar. Unterstützt wurde die Organisation jüngst vom „Kriegsgericht“ des Vereins Schüttenhoff. Deren Mitglieder hatten sich spontan entschlossen, die von den Delinquenten eingetriebenen Tantiemen dem Anker zu spenden. Dabei sind immerhin 320 Euro zusammengekommen.

Pastor Dr. Wolfgang Schillak steht allen als Ansprechpartner zur Verfügung: 0172 / 7261411.

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