Kosten auf 214 Millionen geschätzt

Sechsspurige Autobahn 7: Drei Investoren wollen das Millionen-Projekt

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Kahlschlag: Auf der Ostseite der Autobahn 7 sind nördlich von Northeim die Bäume an den Böschungen bereits gefällt. Der Bewuchs auf der Westseite wird bald folgen.

Northeim. Drei Investoren gibt es für den sechsspurigen Ausbau der Autobahn 7 zwischen Nörten-Hardenberg und Seesen, so das niedersächsische Verkehrsministerium auf Anfrage.

Die Angebotsfrist ist am Dienstag zu Ende gegangen. Nun folgt eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und die endgültige Entscheidung über die Art der Finanzierung. Die Auftragsvergabe soll bis Mitte 2016 erfolgen - wenn die private Finanzierung als wirtschaftlicher beurteilt wird, heißt es aus dem Ministerium in Hannover.

Noch ist nicht entschieden, ob der Ausbau, dessen Kosten auf 214 Millionen Euro geschätzt werden, klassisch von der öffentlichen Hand oder von einem privaten Investor finanziert wird. Das Bundesverkehrsministerium favorisiert aber die Finanzierung durch einen Investor im Rahmen einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft. Das niedersächsische Ministerium managt den Ausbau in seinem Auftrag.

Dabei würde der Finanzier anschließend auch für 30 Jahre den Betrieb der Autobahn (Winterdienst, Instandhaltung) zwischen dem Dreieck Salzgitter und Göttingen übernehmen. Als Gegenleistung erhält er die Einnahmen aus der Lastwagen-Maut auf diesem Streckenabschnitt.

Bäume müssen weichen

Der sechsspurige Ausbau wirft bereits seinen Schatten voraus. An den Böschungen der Autobahn zwischen Northeim und Seesen sind bereits Bäume gefällt worden.

„Wir haben den Auftrag erhalten, das Baufeld freizumachen“, erklärte der Leiter der Landesstraßenbaubehörde in Bad Gandersheim, Udo Othmer. Da Bäume nur in der Winterperiode gefällt werden dürfen, finden die Arbeiten schon jetzt statt.

Nach Othmers Worten wird der Ausbau fast durchgängig symmetrisch erfolgen. Das heißt, die Verbreiterung der Fahrbahn findet gleichmäßig auf beiden Seiten der Trasse statt. Der Mittelstreifen wird sich durch den Ausbau also nicht verschieben.

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