Unüberwindbare Hürde

Bahnhof Nörten: Gleis 2 ist für Rollstuhlfahrer unerreichbar

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Ob mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen: Diese Menschen haben auf dem Nörtener Bahnhof keine Chance, auf den zweiten Bahnsteig zu kommen, von dem beispielsweise der Metronom Richtung Göttingen fährt.

Nörten-Hardenberg. Rollstuhlfahrer treffen am Bahnhof Nörten-Hardenberg auf ein Problem, wenn sie mit dem Zug Richtung Göttingen fahren wollen. Sie kommen nicht von der einen auf die andere Seite.

Für die meisten bilden die steilen Treppen, die vom Bahnsteig eins unter der Bahntrasse hindurch zum Bahnsteig zwei auf der anderen Seite führen, eine unüberwindbare Hürde. Das gilt ebenso für Menschen mit Gehhilfen oder Rollatoren, denn auf der Treppe befindet sich lediglich eine Metallrinne, die geeignet ist, darin ein Fahrrad zu schieben. Schon Personen mit schwerem Gepäck oder eine Frau mit Kinderwagen ist allein überfordert. Sie kommt nur auf die andere Seite, wenn jemand mit anfasst.

Den Nörtenern ist dieses Problem hinlänglich bekannt. Seit Jahren kämpfen Politik und Verwaltung für eine Verbesserung der Situation. „Wir haben hier sehr hohe Fahrgastzahlen, aber mit unseren Forderungen laufen wir gegen die Wand“, erläuterte Bürgermeisterin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) die ständigen Bemühungen bei einem von der örtlichen CDU initiierten Termin auf dem Bahnhof.

Die Verantwortlichen fühlen sich von der Bahn stiefmütterlich behandelt, wollen die Situation nicht länger hinnehmen. Sie setzen sich ebenso für eine Toilette auf dem Bahnhof und mehr Parkplätze ein. Auch dafür gibt es bis dato keine positiven Signale.

Als Lösungsmöglichkeit, damit vor allem gehandicapte Menschen auf Bahnsteig zwei gelangen können, hatten jüngst die Sozialdemokraten einen Fahrstuhl vorgeschlagen. Der Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Northeim, Michael Till, hat jetzt eine andere Variante ins Spiel gebracht und eine Art Treppenlift vorgeschlagen.

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