27 Betriebe in Südniedersachsen bekommen neues Qualitätssiegel

Überprüft und ausgezeichnet: Sie erhielten von Minister Christian Meyer (hinten, Dritter von rechts) die Glaubwürdigkeitsurkunden des Erzeugerverbands. Foto:  Weiss

Lütgenrode. Mit der Regionalmarke „Kostbares Südniedersachsen" will der Erzeugerverband Südniedersachsen die Vermarktung regionaler Produkte fördern. Die ersten 27 Unternehmen bekamen am Freitag vom niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) Glaubwürdigkeitsurkunden verliehen. Sie dürfen künftig das Qualitätssiegel „Kostbares Südniedersachsen" führen.

Lütgenrode. Mit der Regionalmarke „Kostbares Südniedersachsen“ will der Erzeugerverband Südniedersachsen die Vermarktung regionaler Produkte fördern. Die ersten 27 Unternehmen bekamen am Freitag vom niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) Glaubwürdigkeitsurkunden verliehen. Sie dürfen künftig das Qualitätssiegel „Kostbares Südniedersachsen“ führen.

Vorausgegangen war eine Überprüfung eines Qualitätsauschusses des Erzeugerverbandes. Die Betriebe mussten nachweisen, welche Rohstoffe sie verwenden, und sich darüber hinaus bereit erklären, durch Aktionen wie Tage der offenen Tür und ähnliches für die Verbraucher sichtbar und transparent zu sein. Außerdem, erklärte der Vorsitzende des Erzeugerverbands, Siegfred Kappey, fließe das geschäftliche Verhalten in die Bewertung ein.

Die regionale Vermarktung biete wirtschaftliche Chancen für die Landwirtschaft, aber auch für Unternehmen, betonte Meyer. „Da sind Wachstumspotenziale drin“, sagte der Minister. „Wir werden sicher nicht mehr essen. Aber wir müssen dafür sorgen, dass wir qualitätvoller essen.“

Die Regionalmarke biete die Chance, so der Minister weiter, sich mit den eigenen Produkten von der Pseudo-Regionalität abzugrenzen, mit der häufig für Waren in den Supermärkten geworben werde. Er forderte weitere Unternehmen der Region auf, sich dem Verband anzuschließen.

Regionale Produkte liegen im Trend, betonte Northeims Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Die Nähe zwischen Produzent und Verbraucher schaffe Sicherheit und Vertrauen.

Dem im März gegründeten Erzeugerverband gehören nach den Worten des Vorsitzenden Kappey inzwischen 61 Mitgliedsunternehmen an, davon 33 aus dem Landkreis Northeim. Das Einzugsgebiet des Verbandes reicht von Seesen (Landkreis Goslar) im Norden bis nach Hann. Münden und von der Weser bis weit in den Harz.

Der Erzeugerverbandsvorsitzende Siegfried Kappey erläuterte an einem Beispiel, wie der Verband auch zu einer besseren Vernetzung von Unternehmen in der Region beitragen soll: So hat nach seinen Worten ein Bäcker aus Seesen ein Senfbrot entwickelt, das mit Senf aus der Einbecker Senfmühle hergestellt wird. Das Getreide für das Brot kommt von einem Landwirt aus einem zu Seesen gehörenden Dorf. Gemahlen wird es in einer Mühle der Region. Alle beteiligten Betriebe sind Mitglied des Verbandes.

Die am Freitag ausgezeichneten regionalen Unternehmen sind: Bäckerei Binnewies, Bäckerei Brieske, Bauerncafeé Sprengel, Becker’s Bester, Einbecker Brauhaus, Einbecker Senfmühle, Forellenhof Leinetal, Getreidemühle Sack, Göttinger Müsli Company, Herborts Hofladen, Highland Cattle-Zucht Wille, Hof Schlegel, Kaffeelino Kaffeerösterei, Kaffeemanufaktur Schnibbe, Landwirtschaft Andreas Baxmann, Landwirtschaft Dirk Dolle, Landwirtschaft Jens Timmermann, Fleischerei Koithahn, Mühlengut Voldagsen, Obstbau Wedemeier, Rittergut Meinbrexen, Schäfers Hofladen, Thermalsole Sülbeck, Verlag Jörg Mitzkat, Waldpädagogikzentrum Göttingen, Weserbergland Spirituosen und Wiebkes Milchhaus. (ows)

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