Bildstock ist nach Sanierung auf dem Stiftsplatz zurück

Hier schwebt er ein: Der Bildstock auf dem Nörtener Stiftsplatz wurde saniert. Jetzt ist er zurück und hat einen neuen Standort bekommen. Foto:  Hinz/nh

Nörten-Hardenberg. Der Bildstock auf dem Stiftsplatz in Nörten-Hardenberg ist zurück. Im Zuge der Umgestaltung  wurde dieser saniert und an einem neuen Standort wieder aufgestellt.

Er rückte jetzt näher an die Kirche heran. Nach dem 30-jährigen Krieg (1618 - 1648), als das katholische Nörten unter Erzbischof Lothar Franz von Schönborn wieder zu Mainz kam, wurden zahlreiche Bildstöcke von dem Duderstädter Künstler Georg Kersten hergestellt.

Der 4,25 Meter hohe Nörtener Bildstock wurde erstmals 1698 südlich der Martini-Kirche aufgestellt. Später hat er einen anderen Platz auf dem Stiftsplatz bekommen, teilt Hans-Hermann Hüter der HNA mit, der sich in der Nörtener Geschichte bestens auskennt.

Nachdem in diesem Jahr umfangreiche Renovierungsarbeiten an dem Obelisken vorgenommen wurden, kehrte der Bildstock jetzt wieder an seine an die ursprüngliche Stelle zurück.

Beim Betrachten des Meisterwerks erkennt man auf der Südseite der Säule folgendes: DEN·8·AUG· - A: G: KERSTEN- FECIT - DUDERSTADT. Diese Inschrift sagt aus, dass Andreas-Georg Kersten diesen Bildstock am 08. August in Duderstadt fertig gestellt hat.

Der pfeilerförmige Schaft ist am unteren Ansatz mit einem Akanthusblattfries verziert. Das Akanthusblatt wurde im griechischen Schmuckwerk besonders an Korinthischen Kapitellen seit dem zweiten Drittel des 5. Jahrhunderts vor Christus verwendet.

Zwei Schaftseiten zeigen Medaillons, die an Ringen hängen und Früchte tragen. Die Inschrift lautet: ADM. (admodum) - REVEND (reverendus) - DOM (dominus) - LIBORIUS (Liborius) - PAPEN (Papen) - FECIFECERT (fecifecerunt) - AÕ1698 (anno 1698).

Hier wird als einer der Stifter der Nörten-Hardenberger Kanoniker Liborius Papen genannt und dass der Bildstock im Jahre 1698 gestiftet wurde, erläutert Hüter.

Im gegenüberliegenden Medaillon fehlt die Inschrift. Sie ist der Witterung zum Opfer gefallen. Das Schaftende wird durch einen Eierstab hervorgehoben.

Im oberen Teil sind über Eck gestellte Engelsköpfe zu sehen. Die vier Laternenreliefs zeigen die Kreuzigung Christi und ein Christusmonogramm. Man sieht den Heiligen Petrus mit Schlüssel, den Heiligen Martin zu Pferd und den Heiligen Paulus im Kapuzinermantel mit Schwert, erläutert der Nörtener Historik-Experte. (ajo)

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