Ortsrat sucht weitere Freiwillige

Bürger sorgen für Blumenschmuck in Nörten-Hardenberg

Sorgen für Blumenschmuck an der Langen Straße in Nörten-Hardenberg: (von links) Marianne Antonin, Sabine Opolka und Nicole Lange mit ihren Kindern Jona, Kodie, Jara und Kilainie.  FOTO: MICHAEL CASPAR
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Sorgen für Blumenschmuck an der Langen Straße in Nörten-Hardenberg: (von links) Marianne Antonin, Sabine Opolka und Nicole Lange mit ihren Kindern Jona, Kodie, Jara und Kilainie.

Blumenbeete unter Bäumen haben ein Dutzend Nörten-Hardenberger an der Göttinger Straße und der Langen Straße gepflanzt.

Nörten-Hardenberg - Der Ortsrat des Fleckens sucht trotzdem weitere Freiwillige. Unter vielen Straßenbäumen des Orts wuchert noch das Unkraut.

Ein Meer von Blumen soll den Ort zwischen Frühjahr und Herbst schmücken. Das wünscht sich Ortsbürgermeisterin Sabine Opolka (CDU). 2018 pflanzte sie mit ihren Ortsratskollegen unter vielen Bäumen Lavendel, den der Bauhof des Fleckens besorgt hatte.

Während des heißen Sommers gingen viele der Pflanzen jedoch ein. Daraufhin ging Opolka von Haustür zu Haustür, bat die Anwohner um Unterstützung beim Gießen und schenkte Freiwilligen eine Gießkanne. Ein Dutzend Bürger übernahm zudem die Bepflanzung.

Einige sind in diesem Jahr nicht mehr dabei, andere kamen dazu. Ehepaar Nicole und Danny Lange übernahm im Frühjahr die Verantwortung für die Flächen vor ihren Häusern an der Langen Straße 32 und 105. Danny Lange hob die alte Erde aus und füllte säckeweise Blumenerde nach. Seine Frau kümmerte sich um die Blumen. Vier ihrer elf Kinder packten mit an. Gemeinsam setzten sie unter anderem rote Geranien und Buchsbäume. Auch Gartenzwerge und Bienen verzieren die Beete nun.

„Schon wäre es, wenn nun auch noch der Brunnen vor der Langen Straße 32 in Betrieb genommen würde“, meint Lange. „Darum kümmert sich der Ortsrat gemeinsam mit dem Heimat- und Geschichtsverein“, erklärt Opolka.

Ihre Ortsratskollegen Christian Nülsen (CDU) und Andreas Tennstedt (Freie Bürger-Liste) suchten nach einer Lösung. Rechtliche Vorgaben machten es nicht einfacher. Zwei Beete vor dem eigenen Haus hat das Ehepaar Friedwald und Marianne Antonin an der Langen Straße 17 bepflanzt. Dort blühen nun im Frühjahr Krokusse, Tulpen und Narzissen, im Sommer dann Ringelblumen und Johanniskraut. Auch Herbstastern wachsen dort.

„Schade ist nur, dass einige Hundehalter mit ihren Tieren beim Gassi-Gehen die Beete ansteuern“, bedauert Antonin. Sie muss dann die Haufen wieder entfernen. Die Tierfreunde seien so borniert, dass sie selbst auf Ansprache nicht reagierten. „Dabei ist die Feldmark von der Innenstadt aus in wenigen Minuten zu erreichen“, wundert sich die Ortsbürgermeisterin.

„Probleme machen auch Autofahrer, die mit ihren Fahrzeugen in die Beete hineinfahren“, erzählt Nicole Lange. Manche stellten ihre Wagen auch inmitten der Blumen ab, um mal kurz zum Bäcker zu gehen. „Traurig“ macht das die Ortsbürgermeisterin.

Opolka hofft, dass der Ortsrat noch weitere Bürger für die Pflanzaktion begeistern kann. Sie selbst kümmert sich um eine Fläche am Stiftsplatz. „Ein leuchtendes Vorbild sind die Anwohner am Markt“, betont die Christdemokratin. Diese hätten bereits vor Jahren mit dem Bepflanzen der öffentlichen Grünflächen vor ihren Häusern begonnen.

Blühstreifen gibt es in Nörten-Hardenberg unter anderem auch an der Mühlengasse und beim Schützenhaus. „So tun wir etwas dafür, dass Insekten ausreichend Nahrung finden“, erklärt Opolka.

Von Michael Caspar

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