Burgturnier-Besucher kommen Pferden so nah wie nie

Weltelite der Springreiter zu Gast in Nörten-Hardenberg

Premiere beim Burgturnier: In einem Bewegungszirkel können die Besucher viel über Pferde erfahren. Ministerpräsident Stephan Weil hat Gastgeber Carl Graf von Hardenberg versprochen, als Schirmherr nach Nörten-Hardenberg zu kommen. Foto:  Oschmann

Nörten-Hardenberg. Weltelite der Springreiter zu Gast: Traditionsreiche Veranstaltung bekommt neue Elemente und soll mehr jüngere Besucher anlocken

Das Burgturnier ist eine traditionsreiche Veranstaltung. Doch nur von Tradition allein kann heute fast niemand mehr bestehen. Das haben die Macher in Nörten-Hardenberg längst erkannt und einen leisen Wandel eingeleitet. Sie greifen nach einem jüngeren Publikum und haben offensichtlich Erfolg damit.

„Der Kartenverkauf für das Turnier stimmt uns schon ein wenig euphorisch“, erläuterte Dr. Kaspar Funke, Chef von Veranstalter Escon Marketing, gestern bei der Pressekonferenz im Haus des Sponsors Gothaer Versicherung in Göttingen. „Wir liegen aktuell deutlich über den Zahlen des Vorjahres.“

Die Tradition des Turniers, das vom 7. bis 10. Mai seine 37. Auflage erlebt, ist natürlich eine solide und zugleich massive Basis mit unumstößlichen Stützpfeilern. Dazu gehören der Wettbewerb um die Goldene Peitsche der Grafen am Sonntagnachmittag ebenso wie das mitternächtliche Feuerwerk am Samstag und die anschließende Burgparty im Atrium. Dazu gehört auch, dass die Weltelite der Reiter von der gräflichen Familie und vielen Helfern so liebevoll umsorgt werden, dass die immer wieder gern auf den Hardenberg kommen.

Doch das Burgturnier ist längst keine normale Veranstaltung mehr, sondern ein Event, wie es neudeutsch heißt. „Der große Sport hat sich verändert“, stellte Funke fest. Die Tradition treffe auf Moderne, der Reiternachwuchs dominiere die Elite und die Zuschauer jubelten den Shootingstars zu.

All das kann das Publikum am zweiten Mai-Wochenende am Fuß der historischen Burgruine erleben - und noch mehr. Im Schlosspark wird in der Klassika, die Schau für Gartenkunst und Lebensart mit voraussichtlich um die 120 Aussteller, ein Bewegungszirkel Premiere feiern.

„Dort kann das Publikum sehen, fühlen und erleben, was mit Pferden passiert und wie mit ihnen gearbeitet wird“, kündigte Funke diesen besonderen Einblick an. Auf der Aktionsfläche wird gezeigt, wie Pferde Piaffen lernen, wie der Hufschmied arbeitet und auch, wie mit Problempferden umgegangen wird. „Das wird spannend“, verspricht der Escon-Chef.

Spannend wird es auch am Samstagabend, denn neben hochklassigem Sport wie der Gotha-Trophy ist Gastgeber Carl Graf von Hardenberg immer bestrebt, ein unterhaltsames Showprogramm zu präsentieren. Dazu wurde Dressurreiterin Uta Gräf eingeladen.

„Mir liegt es am Herzen, dass Reiten Spaß macht und zwar nicht nur mir, sondern auch meinen Pferden“, lautet ihre Philosophie. Die erfolgreiche Dressurreiterin wird mit einem ihrer Pferde dem Publikum nicht nur ihren Sport näher bringen, sondern im Sattel per Mikrofon erklären, was sie gerade macht und auch wie.

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