Feuerwehren Wolbrechtshausen und Hevensen: Fusion ist denkbar

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Loben Zusammenarbeit: Die beiden Wehrchefs Olaf Fesser (links) und Thorsten Krawczak leiteten gemeinsam die Absicherung des Fastnachtsumzugs in Hevensen. Foto: Schrader

Die beiden Ortsfeuerwehren aus den Nachbarortschaften Wolbrechtshausen und Hevensen üben schon jetzt gemeinsam. Beide Wehrchefs können sich auch eine Fusion über Gemeindegrenzen hinweg vorstellen. 

Hevensen / Wolbrechtshausen. Die Grenzen zwischen Hevensen (Stadt Hardegsen) und Wolbrechtshausen (Gemeinde Nörten-Hardenberg) sind fließend. Einwohner aus beiden Dörfern wirken gemeinsam in den Vereinen wie beispielsweise im Interessenverein „Alte Schule“, der Sportgemeinschaft Wolbrechtshausen-Hevensen, im Gesangverein Eintracht Wolbrechtshausen-Hevensen oder im Musikverein Wolbrechtshausen. 

Seit zwei Jahren arbeiten auch die Ortsfeuerwehren aus beiden Dörfern zusammen.

„Durch das gemeinsame Üben lernen die Mitglieder beider Wehren nicht nur sich besser kennen, sondern auch die örtlichen Begebenheiten“, sagte Hevensens Ortsbrandmeister Olaf Fesser. Auch sei die Alarmbereitschaft am Tage verbessert, da die Einsatzabteilungen gut eingespielt seien. Bei größeren Schadenslagen werden laut Fesser beide Ortsfeuerwehren alarmiert. Bei Hilfseisätzen wie beispielsweise dem Absichern von Fastnachtsumzügen wird gemeinsam geholfen. Auch Wolbrechtshausens Ortsbrandmeister Thorsten Krawczak lobte die Zusammenarbeit. Er könne sich langfristig eine Fusion und den Bau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses vorstellen.

Mitglieder der Nachbarwehren nehmen an den Übungsabenden teil, die dienstags in Wolbrechtshausen und donnerstags in Hevensen stattfinden. 2016 bildeten beide eine Wettkampfgruppe, die bei den Abschnittswettkämpfen in Ellierode antrat.

„Die Zusammenarbeit ist zu begrüßen“, sagte Northeims Kreisbrandmeister Bernd Kühle. Auch eine Fusion sei denkbar, wenn die Novellierung des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes vollzogen werde. Das Gesetz solle derart geändert werden, dass Fusionen von Ortsfeuerwehren auch über Gemeindegrenzen möglich seien. Nach der Zustimmung der Polizeibehörde und des Landkreises müsste nur festgelegt werden, zu welchem Brandabschnitt die Feuerwehr gehöre.

„Wenn der Alarmierungsplan zum 20. Juni geändert wird, wird festgelegt, zu welchen Szenarien beide Wehren automatisch alarmiert werden“, sagte Hardegsens Stadtbrandmeister Thomas Pleßmann. Wie eine Fusion ausgearbeitet werden müsse, sei Sache der Verwaltungen.

„Wir begrüßen die Kooperation der beiden Ortswehren“, sagte Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser. Über eine Fusion werde auf Verwaltungsebene noch nicht gesprochen. Grundsätzlich verschließe er sich aber nicht. „Wir werden zu gegebener Zeit darüber beraten. Im Moment ist eine Fusion noch kein Thema“, sagte Nörtens Bürgermeisterin Susanne Glombitza. (zsv)

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