1500 Haushalte profitieren vom Ausbau

Glasfaser für Nörten-Hardenberg: Schnelles Internet kostet eine halbe Million Euro

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So funktioniert’s: Susanne Glombitza und Jens Göppert schauen sich vor einem Multifunktionsgehäuse an der Göttinger Straße ein Kabel an, die jetzt in die Erde verlegt werden. 

Nörten-Hardenberg. Sowohl die Telekom als auch die Nutzer müssen für den besseren Service tief in die Tasche greifen. Für Neukunden gibt es Einsteiger-Angebote.

Glasfaserkabel sind so leistungsstark, dass sie das Internet wesentlich schneller machen als bisher. Davon wird Nörten-Hardenberg ab Ende des Jahres profitieren. Dabei sind die einzelnen Adern viel dünner und feiner als alles bisher Dagewesene. Eine einzelne Glasfaser misst gerade mal ein Zehntel eines menschlichen Haares.

Die Telekom startet aktuell mit den Tiefbauarbeiten für die schnellen Internetanschlüsse im Vorwahlbereich 05503. Los geht es in Nörten-Hardenberg und den Orten Elvese, Bishausen und Angerstein mit den Tiefbauarbeiten. Im Dezember sollen 1500 Haushalte davon profitieren können, erläutert Jens Göppert, Regio-Manager der Deutschen Telekom.

„Standortfaktor“

Diese Nachricht kommt bei der am Sonntag gewählten neuen Bürgermeisterin Susanne Glombitza besonders gut an. „Für uns ist das ein ganz wichtiger Standortfaktor, zum Beispiel für die Unternehmen, aber natürlich auch für die privaten Haushalte. Davon profitieren wir alle.“

Damit das so kommt, verlegt die Telekom rund sieben Kilometer Glasfaser in das Erdreich und stellt neun Verteiler mit moderner Technik auf. „Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud wird bequemer“, sagt Göppert.

Das maximale Tempo beim Herunterladen soll auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s steigen. Das hohe Tempo hat seinen Preis: Das Verlegen der Glasfaser kostet die Telekom rund 70 000 Euro pro Kilometer, also zusammen eine halbe Million Euro.

Weil sich der Service für die Telekom-Kunden dadurch wesentlich verbessert, müssen die natürlich auch tiefer ins Portemonnaie greifen. Laut Göppert wird es je nach Bedarf drei Tarif-Varianten für Bestandskunden geben, die für 34,95, 44,95 oder 44,95 Euro pro Monat zu haben sein werden. Für Neukunden bietet das Unternehmen ein einjähriges Schnupperangebot für 19,95 Euro pro Monat.

Aktiv werden

Zwar ist laut Göppert geplant, dass alle Haushalte in absehbarer Zeit persönlich durch Mitarbeiter aufgesucht und informiert werden, im Prinzip müssten die Kunden beim schnellen Internet allerdings selbst aktiv werden, egal, ob in Callcentern, in Telekom-Shops oder im Internet (www.telekom.de/schneller).

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle am Rathaus und den neun neuen Verteilern wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Dadurch werden die Verteiler zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut und werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Übrigens: Die Telekom ist daran interessiert, dass die grauen Kästen farblich gestalten werden, zum Beispiel mit Graffiti. Interessenten dürfen sich melden.

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