Polizei kontrollierte zwischen Göttingen und Nörten-Hardenberg

Großkontrolle auf A7: Hälfte der Lastwagen hatte Mängel

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Zu gefährlich: Die Kommissarinnen Veronika Lemke (Mitte) und Daniela Meitzner erklärten einem polnischen Lkw-Fahrer, dass seine Ladung nicht ausreichend gesichert sei.

Nörten-Hardenberg. 91 mangelhafte Lkw, 13 untersagte Weiterfahrten und ein Flüchtling im Fernbus: Das ist das Ergebnis einer Polizeikontrolle auf der A7 zwischen Göttingen-Nord und Nörten-Hardenberg.

Als Reaktion auf die zahlreichen Lkw-Unfällein den vergangenen Monaten kontrollierten die Beamten der Polizeidirektion Göttingen am Donnerstag mit einem Großaufgebot 156 Lastwagen und Busse. „Die Kontrolle ist eine Konsequenz der A 7-Konferenz im Juli“, sagte Einsatzleiter Peter Osburg.

Auf der Konferenz für mehr Sicherheit auf der wichtigen Nord-Süd-Achse hatte sich Göttingens Polizeipräsident Uwe Lühring für Tempo-Limits, verstärkte Mittelschutzplanken und mehr Lkw-Kontrollen ausgesprochen.

Smartphone lenkt ab 

Schwerpunkt der sechsstündigen Großkontrolle auf den Parkplätzen Leineholz Ost und West (bei Parensen) war demnach auch der Güterverkehr. „Wir konzentrieren uns auf die Hauptunfallursachen wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, Ablenkungen durch Smartphones sowie Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten“, sagte der Hauptkommissar.

Fazit: 58 Prozent aller kontrollierten Fahrzeuge wurden von den Beamten wegen unterschiedlicher Mängel beanstandet. In einem Fernbus entdeckten die Polizisten zudem einen Flüchtling aus Eritrea, der in die Aufnahmestelle in Friedland gebracht wurde.

Im Einsatz waren insgesamt 96 Beamte, darunter auch Experten des Bundesamtes für Güterverkehr, Zollbeamte sowie Spezialisten für Waffenrecht und Flüchtlinge.

65 000 Fahrzeuge pro Tag 

Den Autobahnabschnitt zwischen Göttingen und Nörten passieren in beide Richtungen täglich 60 000 bis 65 000 Fahrzeuge, darunter allein 11 000 Lkw. Normalerweise kontrolliert die Autobahnpolizei sonst laut Osburg rund 1500 Lastwagen - pro Jahr.

Um Staus zu vermeiden, winkten Motorrad-Polizisten die Fahrzeuge bereits mehrere hundert Meter vor den Parkplätzen aus dem fließenden Verkehr heraus.

Einer, der den Beamten in Richtung Norden ins Netz ging, war Uwe Behm. „Natürlich nervt die Kontrolle, ich muss in drei Stunden in Bremen sein“, sagte der Lkw-Fahrer aus Zwickau, der seine Ladung offenbar nicht ausreichend gesichert hatte. Allerdings hält er die Kontrollen grundsätzlich für notwendig. „Wenn niemand unsere Pausen kontrollieren würde, würden wir 20 Stunden am Stück fahren.“ Nachdem er seine Ware mit zusätzlichen Gurten gesichert hatte, durfte er weiterfahren.

Die Polizei zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Großkontrolle. Einsatzleiter Osburg kündigte für Oktober bereits die nächste an. „Wann und wo genau das sein wird, können wir natürlich nicht verraten“, sagte er mit einem Augenzwinkern.

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