Landwirt stellt Flächen zur Verfügung

Investor plant Solarpark an  der A 7 bei Nörten-Hardenberg

Autobahn 7 Acker
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Zwischen Parensen und Angerstein will ein Hamburger Investor beidseitig der Autobahn Solarstrom gewinnen

Ein Investor aus Hamburg plant zwischen Parensen und Angerstein beidseitig der Autobahn 7 einen Solarpark.

Nörten-Hardenberg - Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss des Fleckens Nörten-Hardenberg hat dem Projekt in seiner Sitzung am Dienstag zugestimmt.

„Wir wollen einen Beitrag zur Energiewende leisten“, erklärte Jasper Renk von der Hamburger Firma Solarpark Northeim. Die Anlagen, die sie in der Gemarkung Parensen installieren wollten, hätten eine Leistung von fünf Megawatt. In der Gemarkung Nörten-Hardenberg kämen Anlagen mit einer Leistung von 5,5 Megawatt dazu.

„So viel Strom lässt sich alternativ mit fünf bis sieben Windrädern erzeugen“, ergänzte Renks Kollege David Mayer. Jährlich würden sie künftig an der Autobahn zehn Millionen Kilowattstunden Strom produzieren.

Ein Gutachten habe im Rahmen des Genehmigungsverfahrens ergeben, dass Autofahrer durch die Solarpanel nicht geblendet werden, erklärte Meyer.

Von Parensen und Lütgenrode aus seien die Fotovoltaik-Anlagen nicht zu sehen, wohl aber von Angerstein aus. Die Kosten für die Bauleitplanung übernehme der Investor. Das werde in einem städtebaulichen Vertrag festgelegt.

Die für den Bau der Anlagen benötigten Flächen gehören Christoph von Breitenbuch. „Meine Familie ist seit 300 Jahren auf dem Rittergut in Parensen ansässig“, berichtete der Landwirt, der den Betrieb seit 2003 führt.

Da es immer schwieriger werde, in der Landwirtschaft Geld zu verdienen, erschließe er sich nun neue Einnahmequellen. Auf den Äckern an der Autobahn baue er Raps, Zuckerrüben und Getreide an.

„Es tut mir weh, diese Flächen aufzugeben“, sagte der Bauer. Andererseits habe der Gesetzgeber Flächen entlang der Autobahnen als Vorranggebiete für Fotovoltaikanlagen ausgewiesen. Zudem ließen sich die etwa anderthalb Meter hohen Anlagen später einmal zurückbauen und die Flächen dann wieder landwirtschaftlich nutzen, heißt es.  (zmc)

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