Flecken Nörten-Hardenberg muss einen Bebauungsplan erstellen

Investor plant Solarpark bei Parensen

Solarpark bei Wolfhagen,
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Symbolbild: Solarpark bei Wolfhagen. 

Nörten-Hardenberg – Ausreichend Strom für 4000 bis 5000 Haushalte, insgesamt bis zu 12 000 Megawattstunden, will die Hamburger Firma Solarpark Northeim künftig zwischen Parensen und Nörten-Hardenberg erzeugen.

Nörten-Hardenberg – Das berichtete der leitende Projektentwickler, Diplom-Ingenieur Nader Mottahedin. den Ortsräten Nörten-Hardenberg und Parensen. Die 7,5 Hektar große Fläche westlich der Autobahn wird derzeit als Energieholzplantage genutzt, führte Diplom-Ingenieur Stefan Bolli aus.

Der Göttinger hat die Vorentwürfe für den Bebauungsplan und die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans erarbeitet.

In der Mitte des Areals befindet sich ein naturnahes, aber aus Sicht des Naturschutzes nicht sonderlich hochwertiges Feldgehölz. Es soll trotzdem erhalten bleiben. Der Lütgenröder Weg und ein angrenzender Wirtschaftsweg erschließen die Fläche.

Das sieben Hektar große Areal östlich der Autobahn und westlich der Landesstraße 555 wird derzeit intensiv landwirtschaftlich genutzt und stellt daher kein besonders schützenswertes Biotop dar, sagte Bolli, zumal Gehölze fehlen, die die Fläche strukturieren.

Allerdings sind die fruchtbaren Böden aus agrarwissenschaftlicher Sicht erhaltenswert. Andererseits will der Flecken verstärkt regnerative Energie gewinnen. Zudem lassen die Betreiber das Grünland des Solarparks künftig wahrscheinlich mit Schafen beweiden. Unter den Solarmodulen ist 80 Zentimeter Platz, sodass sich die Vierbeiner dort problemlos bewegen können.

Die Fläche liegt, abgesehen von der nordöstlichsten Ecke außerhalb des Überschwemmungsgebiets der Leine.

Die bis zu vier Meter hohen Solarmodule sind mit einem Winkel von 10 bis 30 Grad nach Süden hin geneigt. Sie werden auf Betonfundamenten oder auf in den Boden gerammten Ständern stehen. Letzteres wäre billiger und am Ende der Förderung nach 20 Jahren leichter zurückzubauen.

Es wird auf beiden Seiten der Autobahn jeweils mehrere Trafostationen geben, die den gewonnenen Strom hochtransformieren. Anschlüsse der EAM im Westen und Osten des Areals ermöglichen es, die Energie ohne großen Aufwand ins Netz einzuspeisen.

„Zu den Vorentwürfen werden nun während der vorzeitigen Beteiligung die Träger öffentlicher Belange und die Bürger gehört“, führte Gemeindebürgermeisterin Susanne Glombitza (partelos) aus. Es erfolgt eine Abwägung und eine entsprechende Überarbeitung der Planung, die dann erneut öffentlich ausgelegt wird.

Die Firma Solarpark Northeim wird das Areal vom Parenser Rittergut-Betreiber, Christoph von Breitenbuch, pachten. Das Unternehmen übernimmt die Planungskosten. (Michael Caspar)

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