Handball-Oberliga

Plesse-Hardenbergs Julia Herale zu dem Saison-Endspurt

Der härteste Konkurrent? Im Titelrennen der Handball-Oberliga liegt derzeit die HSG Plesse-Hardenberg mit Julia Herale (am Ball) an der Spitze. Direkt dahinter folgt die starke HSG Heidmark, die das Hinspiel in Bovenden mit 24:27 verlor. Archivfoto: zel

Nörten / Bovenden. Die Saison in der Handball-Oberliga der Frauen geht in die entscheidende Phase. Spitzenreiter ist Plesse-Hardenberg. Wir sprachen mit HSG-Spielmacherin Julia Herale.

Frau Herale, noch sechs Spiele bis zum Saisonende. Die HSG ist Tabellenführer. Eine gute Ausgangslage, oder?

Julia Herale: Es ist natürlich ein gutes Gefühl, wenn man auf die Tabelle schaut und die eigene Mannschaft ganz oben sieht. Aber noch ist es eine Momentaufnahme. In den letzten Spielen sind mit Hannover, Heidmark und Hildesheim noch einige dicke Brocken dabei. Gerade im oberen Tabellenbereich liegen die Teams sehr nahe beieinander. Wenn wir Meister werden wollen, dürfen wir uns keinen Ausrutscher mehr erlauben.

Ihre erste Saison im Damenbereich haben sie noch für die damalige HSG Nörten-Angerstein in der Regionsoberliga bestritten. Nun klopft die HSG Plesse an die Tür zur 3. Liga. Haben Sie mit einer solchen Entwicklung gerechnet?

Herale: Es ist schon toll zu sehen, was sich getan hat. Vor zehn Jahren haben wir noch Regionsoberliga gespielt. Heute sind wir eine der besten Mannschaften Südniedersachsens. Mit der Gründung der HSG Plesse-Hardenberg und der Verpflichtung von Artur Mikolajczyk als Trainer wurden die Weichen dafür gestellt. Wir haben Jahre lang sehr hart gearbeitet. So kam der Erfolg zwar nicht überraschend, aber eine Garantie gab es natürlich nicht.

Im ersten Oberligajahr Rang sechs, in der Vorsaison Vierter und nun Spitzenreiter: Was ist das Erfolgsgeheimnis?

Herale: Nach dem Aufstieg vor fast vier Jahren in die Oberliga war uns klar, dass das nicht nur ein kurzes Zwischenspiel werden sollte, wie man es immer wieder bei anderen Vereinen erlebt hat. Für jede Spielerin hat der Handball einen sehr hohen Stellenwert. Drei Mal die Woche Training ist für uns normal und selbstverständlich. Jedes Jahr wieder quälen wir uns durch eine lange und harte Vorbereitung. Jetzt sind wir an dem Punkt angelangt, wo wir die Früchte ernten können.

Vor der Saison stieß mit Annika Hollender eine Spielerin für ihre Lieblingsposition zum Team. Wie sind Sie damit umgegangen?

Herale: Mit Annika haben wir eine sehr talentierte und ehrgeizige Spielerin dazugewonnen. Sie passt sehr gut zu uns und hat uns besonders mit ihrer starken Deckungsarbeit weitergebracht. In der Oberliga und gerade mit unserem Pensum ist es sehr wichtig, möglichst alle Positionen doppelt besetzt zu haben. Es gab immer wieder Zeiten, in denen ich die Rückraum-Mitte-Aufgaben fast allein stemmen musste. Es bringt nun schon eine gewisse Entlastung mit sich, wenn wir zu zweit sind. Annika ist auch ein ganz anderer Spielertyp als ich, sodass wir uns gut ergänzen.

Das Titelrennen verspricht Spannung bis zum Schluss. Klappt’s mit dem Aufstieg?

Herale: Unsere größten Konkurrenten sehe ich in Hannover und Heidmark. Beide werden alles dafür geben, ihre Hinspiel-Niederlagen wettzumachen, um uns zum Stolpern zu bringen. Gerade der Hannoversche SC will schon länger in die 3. Liga. Wir werden bis zur letzten Partie konzentriert und motiviert weiterspielen müssen, um den Titel zu holen. (zys)

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