Kerstin Kugler verkauft neun Sorten Kaffee auf Märkten

Angersteinerin tourt mit mobiler Kaffee-Rösterei

Liebt den direkten Kontakt zu Kunden auf dem Markt: Die Angersteinerin Kerstin Kugler beim Kaffeeerösten.
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Liebt den direkten Kontakt zu Kunden auf dem Markt: Die Angersteinerin Kerstin Kugler beim Kaffeeerösten.

Mit einer mobilen Kaffeerösterei hat sich Kerstin Kugler aus Angerstein mitten in der Pandemie selbstständig gemacht.

Angerstein - Seit vergangenem November verkauft sie ihre Kaffees auf Wochenmärkten. Auch Hofläden haben die mittlerweile neun „CaféK“-Sorten im Programm.

„Das Kaffeerösten habe ich in Frankreich kennengelernt, wo ich fünf Jahre gelebt habe“, berichtet die Angersteinerin. 2019 erwarb sie bei der Industrie- und Handelskammer in Hannover ihr Zertifikat als Kaffee-Sommelière, lernte dabei, Kunden unter anderem über die verschiedenen Herkunftsländer und Röstverfahren zu informieren. Die noch grünen Bohnen bezieht sie aus Afrika, Amerika und Asien.

„Mein Kaffee von der indischen Westküste ist aufgrund langsamer Trocknung im Monsunwind säurearm“, erzählt sie. Aus Äthiopien bezieht sie Bohnen von wilden Kaffeesträuchern, die im Schatten von Mango- und Avocadobäumen gedeihen. Deutsche, französische und niederländische Großhändler liefern ihr die Rohware auf Paletten. Auf eine passen zehn jeweils gut 60 Kilogramm schwere, fantasievoll bedruckte Jutesäcke.

Die Bohnen bereitet die Angersteinerin in zwei Trommelröstern zu, die jeweils zwei Kilogramm fassen. Bis zu 20 Minuten lang erhitzt sie das Naturprodukt auf bis zu 219 Grad Celsius. Je länger und je heißer der Vorgang, umso kräftiger wird der Kaffee. Während sich in der Manufaktur der typische Duft verbreitet, packt die Sommelière das fertige Produkt ab und etikettiert die Beutel. Ihre Sorten, darunter auch eigene Mischungen, verkauft sie auf Märkten. „Da habe ich den direkten Kontakt zu meinen Kunden“, sagt sie. Gelegentlich röstet sie dabei auch direkt vor Ort.

Anfangs stand sie freitags in Hardegsen. Doch im Oktober wechselte sie nach Bovenden. In der Eselstadt gibt es den Kaffee nun im Hofladen Korengel, Göttinger Straße 24.

Der „CaféK“-Stand ist samstags auf dem Markt in Duderstadt und dienstags auf dem Göttinger Wochenmarkt zu finden. In Northeim können Kunden die Spezialitäten bei marktschwaermer.de bestellen und freitags am Bahnhof abholen.

Kugler träumt davon, nach Ende der Pandemie ein eigenes Café zu eröffnen und zu ihrem Kaffee selbst gebackenen Kuchen zu servieren. (Michael Caspar)

kaffeekugler.de

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