Im Verlauf der B446

Bau ab 2021: Drei neue Kreisel in Nörten-Hardenberg 

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Angersteiner gegen Rohde: Elisabeth Wandt (links) übergibt Bürgermeisterin Susanne Glombitza 310 Unterschriften gegen die geplante Firmen-Erweiterung. 

Nörten-Hardenberg. Mit vielen Themen hat sich der Gemeinderat Nörten-Hardenberg in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Wir fassen sie zusammen.

In geheimer Abstimmung votierte der Gemeinderat Nörten-Hardenberg in seiner Sitzung am Dienstag mit 14 Ja- und sechs Neinstimmen bei einer Enthaltung für einen Zweckverband mit der Gemeinde Bovenden. Damit soll unter der Bezeichnung Area 3 Ost eine Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebietes ermöglicht werden.

In der Diskussion sprach sich Christian Krug (SPD) gegen die Erweiterung aus. Er halte die Abgaben an Bovenden für bedenklich und plädierte dafür, den ländlichen Charakter der Gemeinde zu bewahren. Ständiges Wachstum sei nicht notwendig.

Werner Thiele und Anneli Rodemann-Sommer (CDU) hielten dagegen. Stillstand bedeute Rückschritt, und es sei vorteilhaft, ortsnahe Arbeitsplätze zu schaffen, um neue Einwohner zu gewinnen. Außerdem werde das Steuereinkommen gestärkt.

Auf Antrag von Dr. Erhard Eberl (Freie Bürgerliste) wurde einstimmig in den Satzungsentwurf ein Vetorecht der Verbandsversammlung bei allen Anträgen auf Ansiedelung aufgenommen, nicht nur für Firmen aus den beteiligten Kommunen.

Drei neue Kreisel

Der Gemeinderat stimmte einstimmig für den Abschluss einer Planungsvereinbarung mit der Straßenbaubehörde mit dem Ziel, neue Kreisel für einen besseren Verkehrsfluss zu bekommen. Der eine soll an der Einmündung der Lauenförder Straße in die Göttinger Straße entstehen. Beim zweiten Vorhaben handelt es sich um einen Brillenkreisel für die Zufahrten zur B3. Das bedeutet, dass östlich und westlich der Brücke jeweils ein Kreisel im Verlauf der B446 gebaut würde.

Die Voruntersuchung für eine konkrete Planung könne 2019 erfolgen. Die anschließende Planfeststellung könnte je nach Umfang der Einwendungen anderthalb bis zwei Jahre dauern, so die Verwaltung. Die Kreisel können also frühestens 2021 gebaut werden.

Schlepper für Bauhof

Der Rat beschloss die erste Nachtragshaushaltssatzung für 2018. Die Mittel werden gebraucht für eine Erweiterung der Kläranlage (Austausch der Belüftung und Bau eines weiteren Klärbeckens), für eine Sanierung der Espolde-Brücke in Lütgenrode und für einen neuen Schlepper für den Bauhof.

Wegen der Wetterverhältnisse im Sommer habe es mehr Wasserrohrbrüche als üblich gegeben, so Glombitza. Für die Reparaturen werden 60.000 Euro benötigt.

Steg über Rodebach

Winfried Garbode aus Angerstein war der einzige Zuhörer. Er fand offene Ohren für seine Anregung, einen Steg über den Rodebach in der Nähe der Tennisplätze zu errichten. Die von vielen Bürgern und seit vielen Jahrzehnten gewünschte Bachquerung soll den neuen Fuß- und Radweg um das Gelände der Firma Rohde an Nörten und an den Wander-Radweg (ehemalige Kali-Bahntrasse) anbinden. Bürgermeisterin Glombitza versprach, alle Möglichkeiten zu prüfen und nach Fördermitteln zu suchen.

Vor der Sitzung überreichte Elisabeth Wandt aus Angerstein 310 Unterschriften gegen die geplante Erweiterung der Firma Rohde. Bürgermeisterin Glombitza wies darauf hin, dass noch Rechtliches geprüft werden müsse, bevor man sich mit allen Ergebnissen der öffentlichen Auslegung befassen könne. Die Bürgerinitiative gegen die Rohde-Erweiterung hat 47 Mitglieder. 

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