Geringste Investitionen seit zehn Jahren

Nörten-Hardenberg speckt den Etat ab

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So sieht die Nörtener Haushaltsgrafik aus: Aufgelistet sind hier von Kämmerer Jürgen Werner die Auszahlungen inklusive der Investitionen, die die Kommune im kommenden Jahr geplant hat.

Nörten-Hardenberg. Die Gemeinde Nörten-Hardenberg hat im kommenden Jahr mit nur 376.000 Euro das geringste Investitionsvolumen seit zehn Jahren.

 „Wir mussten insgesamt etwas abspecken“, beschreibt Kämmerer Jürgen Werner die aktuelle Situation. Dennoch ist die Kommune finanziell weiter gut aufgestellt, baut sogar ihren Schuldenstand um rund 800.000 Euro ab.

Bei der Gewerbesteuer backt Nörten im nächsten Jahr zwar kleinere Brötchen, bekommt dafür allerdings bei den Schlüsselzuweisungen etwas heraus. Zuversichtlich blicken alle auf das Industriegebiet Area 3 vor den Toren von Angerstein, wo zwei neue Unternehmen an den Start gegangen sind. Das wird sich in den Etats der kommenden Jahren sicher positiv auswirken, lautet die Einschätzung.

Der Ergebnishaushalt schließt mit 13,54 Millionen Euro bei den Erträgen und Aufwendungen ausgeglichen ab. Im Finanzhaushalt macht Nörten bei den Einzahlungen mit 212.100 Euro ein Plus gegenüber den Auszahlungen in Höhe von 13,7 Millionen Euro.

SPD-Sprecher Werner Vollmer richtete ein dickes Lob an die Verwaltung, wie gut mit dem Geld der Bürger umgegangen werde. Werner Thiele (CDU) holte weiter aus, freute sich vor allem darüber, dass Nörten nicht nur reagieren, sondern weiter agieren könne.

Als besonders positiv stellte Thiele heraus, dass Nörten die günstigsten Hebesätze im Landkreis habe. Das treffe auf die Grundsteuern zu. Auch die Gebühren für Trink- und Abwasser, diese weiter unverändert blieben, seien ebenso attraktiv wie die niedrige Gewerbesteuer, die auswärtige Unternehmen nach Nörten locke.

Der Christdemokrat wagte den Vorstoß, dass „Nörten als Vorreiter den Weg bereiten soll für eine Kreisfusion auf Augenhöhe mit Göttingen“.

Bürgermeisterin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos), für die es möglicherweise die letzte Nörtener Ratssitzung gewesen sein könnte, weil sie als Landratskandidatin antritt, stellte heraus: „Wir sind populär.“ Das machte sie daran fest, dass es für 20 Bauplätze in Angerstein 120 Anfragen gegeben habe. Deshalb sollte der dortige zweite Bauabschnitt möglichst schnell realisiert werden, ebenso das Baugebiet „Hofbreite“ vor dem gräflichen Schloss in Nörten.

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