Nörtenerin ist als Fotografin selbstständig

Olympische Spiele: Pauline von Hardenberg fotografiert in Rio die Reiter

+
Mit der Dressur-Mannschaft im Olympischen Dorf: Pauline von Hardenberg (Mitte) mit (von links) Bundestrainerin Monica Theodorescu, Kristina Bröring-Sprehe, Dorothe Schneider, Sönke Rothenberger, Isabel Werth und Ersatzreiter Hubertus Schmidt. 

Nörten-Hardenberg/Rio de Janeiro. Sie war dabei, als Vielseitigkeitsreiter Michael Jung die erste Goldmedaille für Deutschland gewann.

Pauline Gräfin von Hardenberg ist bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro am Start. Die bekannte Reiterin aus Nörten-Hardenberg sitzt diesmal aber nicht im Sattel eines Pferdes, sondern drückt beruflich auf den Auslöser ihrer Kamera.

„Der Geländetag bei den Vielseitigkeitsreitern ist immer besonders aufregend, vor allem dieser 5840 Meter lange Olympiakurs“, beschreibt Pauline von Hardenberg ihre Eindrücke vom Wettkampf gegenüber der HNA. „Reiter und Pferd kommen nur einmal an einem vorbei. Das heißt, es gibt nur einen kurzen Moment, um das perfekte Foto von einem potenziellen Olympiasieger zu machen.“

Die Nörtenerin, die als Fotografin selbstständig ist und in der Zeitschrift St. Georg des Jahr Top Special Verlags in Hamburg ihren Hauptauftraggeber hat, ist die Strecke vorher einige Male abgelaufen, um sich einen genauen Plan zu machen, welches Pferd sie wo am besten fotografieren kann.

„Als Michael Jung und Sam zum letzten Wasserkomplex kamen, an dem ich mich positioniert hatte, war ich so aufgeregt, dass ich mich zwingen musste, die Kamera ruhig zu halten. Am Ende hat alles geklappt. Michi hatte Gold und ich mein perfektes Foto“, beschreibt sie diesen aufregenden Moment, der mit der ersten Goldmedaille für Deutschland endete.

„Ich glaube, nicht nur für jeden Athleten sind die Olympischen Spiele ein großer Traum, auch für jeden Sportfotografen ist es etwas ganz Besonderes, dabei zu sein. Ich bin die kompletten drei Wochen vor Ort und fotografiere Vielseitigkeit, Dressur und Springreiten“, berichtet Pauline von Hardenberg.

Die Bedingungen seien nicht ganz einfach in Rio. So beschäftigten sich die Journalisten zum Beispiel immer mal wieder mit dem Thema Sicherheit. „Vor einigen Tagen hatte sich eine Patrone durch unser Pressezeltdach gebohrt“, berichtet Pauline von Hardenberg. Man höre auch von Fotografen, die ausgeraubt wurden und von Medienbussen, die attackiert werden. „Ich versuche mich mit dem Thema zu arrangieren, damit ich mich voll ganz auf unsere Sportler konzentrieren kann.“

Nach dem die Vielseitigkeitsreiter so erfolgreich vorgelegt haben, liegen die nächsten Medaillenhoffnungen auf den Dressurreitern, berichtet die Fotografin aus Nörten-Hardenberg, die seit geraumer Zeit in Hamburg lebt. „Bisher befindet sich die Mannschaft auf Goldkurs...“

Beim traditionellen Burgturnier, bei dem jährlich die Weltelite der Springreiter in Nörten-Hardenberg zu Gast ist, hat sie oft im Sattel gesessen. In den vergangenen Jahren hat sie das Reiterfest für besondere Fotoshootings genutzt und die großformatigen Ergebnisse an vielen Plätzen aufgehängt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.