Unternehmen stellt Laktose her

Produktion der DFE-Pharma in Nörten soll kräftig wachsen

Symbol für eine Millionen-Investition bei der DFE Pharma in Nörten-Hardenberg: Geschäftsführer Bas van Driel (im Führerhaus) und sein Kollege Gerhard Pool räumten das letzte Hindernis, ein Kanalrohr, von der neuen Ringstraße auf dem Gelände der früheren Zuckerfabrik beiseite. Foto: Niesen

Nörten-Hardenberg. Der Standort Nörten des internationalen Unternehmens DFE Pharma soll massiv ausgebaut werden.

Geschäftsführer (CEO) Bas van Driel und sein für die Produktion und Zulieferung zuständiger Kollege, Gerhard Pool, gaben mit der Freiräumung der neuen Ringstraße zur Erschließung des früheren Zuckerfabrik-Geländes den Startschuss für die Erweiterung. 

Dazu hatten Mitarbeiter einen Bagger vorbereitet, mit dem der CEO unterstützt von seinem Kollegen ein Abwasserrohr von der neuen Straße räumte. Zuvor gab es eine launige Einweisung in die Sicherheitsbestimmung für Baggerfahrer.

Nach Darstellung von Projektmanager Jef Rouschop und des Nörtener Niederlassungsleiters René Tassche sollen in den kommenden Jahren auf dem Werksgelände insbesondere zwei neue Produktlinien und weitere Anlagen entstehen, die die vorhandenen drei Linien ergänzen. Ziel ist es, die Produktion in Nörten-Hardenberg um 60 bis 70 Prozent zu steigern. Dafür sollen in den Jahren 2017/18 rund 22 Millionen Euro investiert werden. In der Planung bis 2022 seien Investitionen in Höhe von bis zu 40 Millionen Euro.

Grundlage für Tabletten

Hergestellt wird in Nörten Laktose für die Pharmaindustrie, die sie als Trägermittel, beispielsweise in Tablettenform, für Arzneimittel einsetzt. Eigener Darstellung zufolge ist die DFE Pharma in diesem Bereich Weltmarktführer. Sie unterhält weitere Produktionsstandorte in Indien, Neu Seeland und drei in den Niederlanden.

55 Mitarbeiter

In Nörten beschäftigt das Unternehmen derzeit zwischen 50 und 55 Mitarbeiter. Ihre Zahl soll in Verbindung mit den Investitionen um bis zu zehn vergrößert werden.

Hinter der DFE Pharma stehen der niederländische Konzern Royal Friesland/Campina mit rund 22 000 Mitarbeitern und die neuseeländische Gesellschaft Fonterra, die von über 10 000 neuseeländischen Milchfarmern getragen wird. Beide Gesellschaften halten jeweils 50 Prozent an der DFE Pharma, die laut ihrer Homepage rund 360 Mitarbeiter weltweit beschäftigt. 

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