Nörten-Hartenberger Rohde AG soll eine Stiftung werden

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So modern ist es heute: Hier ist die Galvanoanlage für Sonderaufgaben zu sehen. In diesem Bereich, der neu gestaltet wurde, gab es 2009 einen Großbrand. Firmenchef Günter Rohde hat eine 1000 Seiten starke Chronik über das Unternehmen verfasst.

Nörten-Hardenberg. Das Traditionsunternehmen feiert sein 90-jähriges Bestehen. Die Produkte aus der Industriestraße werden in 37 Ländern verkauft

Die Nörten-Hardenberger Rhode AG befindet sich in der dritten Generation - eine weitere wird es nicht geben, denn Firmenchef Günter Rohde hat keinen familiären Nachfolger. Doch die Weichen für den Fortbestand des Traditionsunternehmens, das seit 1972 im Flecken angesiedelt ist, sind längst gestellt.

Diese gute Nachricht verkündete die Rohde AG jetzt anlässlich ihres 90-jährigen Bestehens, das am Samstag, 6. September, im großen Rahmen mit einem Fest für die 120 Mitarbeiter und deren Angehörige auf dem Firmengelände an der Industriestraße 9 gefeiert wird.

Günter Rohde

Firmenchef Günter Rohde, dessen Großvater Franz Rhode (diese Schreibweise geht auf einen Behördenfehler zurück, der 1958 auf Rohde geändert wurde) das Unternehmen 1925 in Göttingen gegründet hatte und von seinem Vater Otto-Clemens Rohde danach weitergeführt wurde, hat Verträge auf den Weg gebracht, nach denen die Rohde AG nach seinem Ausscheiden in eine Stiftung umgewandelt wird. „Damit wird verhindert, dass das Unternehmen übernommen oder zerschlagen wird“, erläutert Vorstandsmitglied Carsten Hennig die Marschroute.

Günter Rohde, inzwischen 75 Jahre alt und immer noch so oft es geht am Schreibtisch seines Büros in Nörten, liegt viel am Fortbestand des Unternehmens und dem Erhalt der Arbeitsplätze der Beschäftigten. Für ihn ist Nachhaltigkeit wichtig. Sein Bestreben ist es, die Firma technisch auf einem hohen und modernen Niveau zu wissen, die fit ist für die Zukunft.

Dafür hat das Unternehmen am Standort Nörten oft in Millionenhöhe investiert. Dort hat die Rohde AG 13 Bauphasen bis zu seiner heutigen Größe von mehr als 13 000 Quadratmeter Produktionsfläche umgesetzt. Jüngste Projekte sind der Neubau einer Schlosserei und der Einbau eines Blockheizkraftwerkes, mit dem die Firma auch energetisch auf dem neusten Stand ist.

Das Unternehmen weist von ganz wenigen Ausnahmen seit Bestehen Bilanzen mit einer stetigen Aufwärtsentwicklung vor. Eine solche Ausnahme war der Großbrand am 27. Januar 2009 in der Galvanik mit Schaden in Millionenhöhe.

Doch das ist längst kompensiert. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz der Rohde AG bei 12,8 Millionen Euro. „In diesem Jahr werden wir auf über 13 Millionen kommen“.

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