80 kamen zum ersten Treffen in Nörten-Hardenberg

Runder Tisch: Flüchtlingshilfe legt los

Hilfsbereitschaft: Bei der Bildung eines runden Tisches von ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern herrschte großer Andrang. Foto:  Eriksen

Nörten-Hardenberg. „Mit einer so großen Resonanz haben wir nicht gerechnet“, sagte Nörten-Hardenbergs Bürgermeisterin Astrid Klinkert-Kittel beim Treffen in der Johann-Wolf-Schule. Dort sollte ein runder Tisch „Flüchtlingshilfe“ gebildet werden.

Den 80 Interessierten konnte es nicht schnell genug gehen. Sie rissen den Verwaltungsvertreterinnen die Fragebögen zur Erfassung von Hilfsangeboten förmlich aus den Händen. Die Bürgermeisterin setzte als nächsten Termin des Runden Tisches den 12. Oktober ab 19 Uhr in der Aula der Johann-Wolf-Schule fest.

Kleine Wohnungen gefragt 

Hanna Langer und Insa Brandt, die beim Landkreis Northeim für Flüchtlingssozialarbeit zuständig sind, erläuterten Grundregeln im Umgang mit Flüchtlingen. Der Wohnraum werde vom Landkreis vermittelt. Dieser sei darauf angewiesen, dass Wohnungen gemeldet würden.

Große Wohnungen und Häuser seien ungünstig. Ein Großteil der Flüchtlinge seien alleinstehende, jüngere Männer. Es habe sich als fast unmöglich erwiesen, funktionierende Wohngemeinschaften aus Menschen zu bilden, die sich nicht oder kaum kennen. Daher sei der Bedarf an kleinen Wohnungen groß. Langer und Brandt sagten, dass die Wohnungen der Flüchtlinge eine Grundausstattung bekämen. Radios, TV und Fahrräder gehörten nicht dazu.

Die Kirchenvertreter, Pfarrer Andreas Körner und Pastor Dr. Wolfgang Schillak, stimmten mit der Bürgermeisterin überein, dass es in Nörten nicht drei Hilfsgruppen geben sollte, die bestehenden kirchlichen und die neue kommunale. Man wolle die Kräfte bündeln.

Sprachhilfe ehrenamtlich 

Den Flüchtlingen stehe kein Sprachunterricht zu, solange ihr Asylantrag nicht positiv beschieden sei. Daher sei die ehrenamtliche Sprachhilfe in der Wartezeit wichtig.

Beim Bezug einer Wohnung wird ein Dolmetscher gestellt. Danach helfen sich manche Flüchtlinge mit Verwandten in Deutschland, die per Handy zugeschaltet werden. Auch Flüchtlinge, die schon etwas Deutsch gelernt haben, können und wollen als Dolmetscher fungieren.

Nur neun Unterbringungen 

Im Landkreis sollten bis 30. September 691 Flüchtlinge aufgenommen werden. Angekommen seien bislang 505. Nörten-Hardenberg sollte 52 Flüchtlinge aufnehmen. Bislang seien nur neun untergebracht worden. Es fehle an Wohnraum.

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