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Unterricht mal anders: Schüler schnuppern Landwirtschaft

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Von: Niko Mönkemeyer

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Der direkte Kontakt zu den Bewohnern des Bauernhofs macht den Kindern besonders viel Spaß. Aber sie packen bei ihren Besuchen auch regelmäßig mit an, zum Beispiel beim Stempeln der Eier.
Der direkte Kontakt zu den Bewohnern des Bauernhofs macht den Kindern besonders viel Spaß. Aber sie packen bei ihren Besuchen auch regelmäßig mit an. © Niko Mönkemeyer

Seit Beginn des aktuellen Schuljahrs wird der Bauernhof von Holger Kurre und Susanne Schwarzbach-Günther in Angerstein regelmäßig zum Klassenzimmer.

Nörten-Hardenberg/Angerstein – Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem Landvolk Northeim-Osterode und der Nörtener Johann-Wolf-Schule sind dort nämlich alle zwei Wochen zehn Schülerinnen und Schüler einer Nachmittags-AG zu Gast, um hautnah den Alltag auf einem Bauernhof zu erleben und mit anzupacken.

Das Projekt, bei dem in 14-tägigem Rhythmus die Besuche auf dem Bauernhof und besondere Aktionen im Klassenraum stattfinden, wird von Ann-Christin Elsner vom Landvolk Northeim-Osterode betreut. Sie bereitet die Themen, die bei den jeweiligen Hofbesuchen im Mittelpunkt stehe, in 14-tägigem Rhythmus mit den Kindern im Klassenzimmer vor oder nach.

„Wir möchten mit diesem Projekt über die Landwirtschaft und die Produktion von Lebensmitteln unter realistischen Bedingungen Infomieren und das Interesse dafür bei Kindern wecken, ähnlich wie das auf dem Schulbauernhof in Hevensen gemacht wird“, beschreibt sie das Konzept. „Dafür haben wir zum Beispiel im Klassenzimmer schon aus Mais Popcorn gemacht oder auch Versuche mit Hefe.“ Besonders beliebt sei bei den Kindern aber natürlich die praktische Erfahrung auf dem Bauerhof.

So standen in den vergangenen Monaten Besuche auf dem Kartoffelacker ebenso auf dem Programm wie das Vorstellen der unterschiedlichen Landmaschinen – wie zum Beispiel Traktoren und Mähdrescher.

Absolutes Highlight bei den Besuchen, die aus Sicht aller Beteiligten immer viel zu schnell vorübergehen, ist allerdings der Kontakt zu den Tieren, die es auf dem Bauernhof gibt: zum Beispiel 1000 Schweine, die auf Stroh gehalten werden und Auslauf auf eine übdache Veranda haben, eine Herde Alpakas, deren Wolle verarbeitet wird und die man für Wanderungen mieten kann oder einige Ziegen, die sich den Auslauf mit den 600 Legehennen teilen und dort als „Wachhunde“ arbeiten, indem sie Greifvögel fernhalten.

Zu den Tätigkeiten der Mädchen und Jungen gehört es nicht nur, beim Füttern der Hühner zu helfen, sondern auch Eier einzusammeln und diese anschließend zu stempeln. Und auf Fragen gibt stets sofort eine kompetente Antwort – zum Beispiel auf die, was es denn mit den Hühnern auf sich hat, die sich völlig frei auf dem ganzen Bauerhof bewegen dürfen. „Die“, so erklärt Holger Kurre, „stehen in der Rangfolge ganz unten, weil sie etwas schwächer sind, und wenn sie zusammen mit den anderen Hühnern wären, würden sie von denen immer wieder gejagt und gehackt. Damit sie bei uns auch ein gutes Leben haben, dürfen sie bei uns rumlaufen, wo sie wollen.“ (nik)

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