1. Startseite
  2. Lokales
  3. Northeim
  4. Nörten-Hardenberg

Erweiterung der Grundschule Angerstein: Baukosten sind explodiert

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Michael Caspar

Kommentare

Grundschule Angerstein
Die Grundschule in Angerstein muss erweitert werden. Doch die Baukosten sind jetzt um zwei Millionen Euro gestiegen. © Plikat, Kathrin

Zwei Millionen Euro teurer als ursprünglich geplant wird die Erweiterung des Grundschulgebäudes in Angerstein. Architekt Jan Mocha geht nun von Baukosten in Höhe von 4,7 Millionen Euro aus.

Angerstein - Einen Sportbereich, eine Mensa sowie drei zusätzliche Klassenräume soll der Angersteiner Standort der Nörten-Hardenberger Johann-Wolf-Schule erhalten, erklärte Mocha dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss in dessen jüngster Sitzung.

2,7 Millionen Euro hat der Rat des Fleckens bereits für die Baumaßnahme im Haushalt eingeplant. Doch die Pandemie und der Krieg in der Ukraine haben die Kosten steigen lassen. Lieferengpässe bei technischen Produkten, etwa der Heizung oder der Wärmepumpe, könnten zudem zu Verzögerungen führen.

1600 Quadratmeter Nutzfläche auf zwei Etagen bietet der geplante Neubau, führte Mocha aus. Im Erdgeschoss erhält die Schule zusätzlich zu den fünf bereits bestehenden Klassenräumen drei weitere. Ein alter Klassenraum dient künftig als Lehrerzimmer. Die neue, 65 Quadratmeter große Mensa bietet 40 Sitzplätze. Es gibt eine Küche zum Aufwärmen angelieferter Gerichte sowie zum Spülen des Geschirrs.

Auf den Bau einer richtigen Sporthalle verzichtet der Flecken aus Kostengründen. Stattdessen entsteht ein 195 Quadratmeter großer und 3,5 Meter hoher Sportbereich. Auf der Fläche sei all das möglich, was der Lehrplan für Grundschüler im Sportunterricht vorschreibt, stellte der Architekt klar.

Die Haustechnik für den Anbau kommt in einem Kellerraum unter, der nur von außen zugänglich ist. Für Wärme soll eine Solewasser- oder eine Luft-Wärmepumpe sorgen. Das Gebäude ist von der Statik her so ausgelegt, dass auf den drei neuen Dachflächen Photovoltaik-Module installiert werden können. Am wirtschaftlichsten wäre eine 24 000 Euro teure Anlage mit einer Jahresleistung von 16 000 Kilowattstunden. Von ihnen nutzt die Schule 7500 Kilowattstunden selbst. Es ließe sich aber deutlich mehr Strom produzieren, betonte der Architekt. Die Flachdächer werden begrünt.

Zugänglich wird der Anbau über das bestehende Schulgebäude. Dazu wird der vorhandene Eingangsbereich durch Wegnahme von Wänden zu einem Foyer ausgebaut. In dem breiten Flur, der bisher für Sportunterricht genutzt wird, entstehen Toiletten und kleinere Räume.

Notwendige Nachbesserungen beim Brandschutz haben die Abgabe des Bauantrags verzögert, sagte Mocha. Baubeginn könnte nun Ende November / Anfang Dezember sein. Ein großer Teil der Bauarbeiten soll in den Oster- und Sommerferien 2023 stattfinden. Die drei neuen Klassenräume könnten dann im Herbst, das komplette Gebäude im Januar oder Februar 2024 fertig sein.   (zmc)

Auch interessant

Kommentare