Sicherheit für unterwegs: ASB bietet neues Notrufsystem an

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Kleine Geräte mit großem Effekt: ASB-Hausnotrufleiter Wolfgang Klemme zeigt hier mit Pflegeberaterin Anna Klemme den Notrufknopf, der am Handgelenk getragen wird, und das dazugehörige GPS-Gerät.

Nörten-Hardenberg. Hausnotrufgeräte bieten Senioren Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Doch wer holt Hilfe, wenn unterwegs etwas passiert?

Für diesen Fall hat der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) sein Angebot ausgeweitet: Seit Mai bietet der Kreisverband Northeim/Osterode das sogenannte „Geocare“ an, ein mobiles Notruf- und Ortungsgerät. Dazu hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wie funktioniert das Notrufsystem? 

Der Kunde erhält ein 72 Gramm schweres Gerät, das mit GPS, Telefonkarte und Freisprecheinrichtung ausgestattet ist. Für die Wohnung gibt es eine Ladeschale, unterwegs kann das Gerät am Gürtel getragen werden. Außerdem gehört ein Funkfinger mit Alarmknopf dazu, der am Handgelenk getragen wird.

Was passiert, wenn man den Notrufknopf drückt? 

Bei einem Alarm wird eine Telefonverbindung zur Hausnotruf-Zentrale aufgebaut. Auf dem Computer sehen die Mitarbeiter sofort alle relevanten Daten wie Name, Adresse, Erkrankungen, Hausarzt und Kontaktdaten von Angehörigen. Der Aufenthaltsort lässt bis auf drei Meter genau bestimmen. Je nach Situation und vorheriger Absprache wird der Standort an den ASB-Bereitschaftsdienst, den Rettungsdienst oder einen Angehörigen weitergegeben.

An wen richtet sich das System? 

Geocare richtet sich an alle Menschen, die sich außerhalb der eigenen vier Wände sicher fühlen möchten, zum Beispiel aktive Senioren, aber auch Kinder, krankheitsbedingt eingeschränkte Menschen oder Sportler, die allein im Wald oder in den Bergen unterwegs sind. Auch für Firmen, deren Beschäftigte auf unwegsamem Gelände oder nachts allein arbeiten, eignet sich das System.

Wie steht es um den Datenschutz? 

„Aus Datenschutzgründen ist eine Ortung ohne Grund nicht erlaubt“, erklärt ASB-Hausnotrufleiter Wolfgang Klemme. Die Ortung dürfe nur bei einem Alarm erfolgen.

Was kostet das Geocare-System?

Beim ASB beträgt die monatliche Gebühr 49,95 Euro. Darin enthalten ist ein Schlüsseldienst, so dass der Bereitschaftsdienst im Notfall die Wohnung des Betroffenen öffnen kann. Zum Vergleich: Ein stationäres Hausnotrufgerät ohne Schlüsseldienst kostet 18,36 Euro pro Monat.

Gibt es Zuschüsse von der Pflegekasse? 

Wenn eine Pflegestufe vorliegt, wird die Miete des Hausnotrufgeräts (18,36 Euro) in der Regel von der Pflegekasse übernommen. Beim Geocare reduziert sich die Summe dann entsprechend.

Wo gibt es weitere Informationen? 

Hausnotruf- und Geocare-Geräte bieten weitere Optionen wie einen Falldetektor, Rauchmelder oder eine Weglaufsicherung für Demenzkranke, die mit dem Kunden individuell abgestimmt werden. Deshalb ist eine Beratung sinnvoll.

Ansprechpartner beim ASB in Nörten ist Wolfgang Klemme, Tel. 05503/8000-44. Allgemeine Informationen zu Geocare gibt es unter www.geo-care.de.

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