Sogar die Räumung der Reitarena beim Burgturnier ist berücksichtigt

Eine hochklassige Veranstaltung wie das Burgturnier verlangt eine äußerst präzise Vorbereitung: Schließlich gilt es, sowohl die Besucher als auch die Teilnehmer aus aller Welt gleichermaßen zufrieden zu stellen. Fotos:  Oschmann

Nörten-Hardenberg. Eine hochklassige Veranstaltung wie das Burgturnier verlangt eine äußerst präzise Vorbereitung. Die Organisatoren sind auf alles vorbereitet.

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier: Das gilt für die Macher des Nörtener Burgturniers schon immer - erst recht jetzt, wenige Tage vor dem Start der 38. Auflage der Traditionsveranstaltung.

Die Nörtener sind auf so ziemlich alle Situationen vorbereitet, die während des Turniers auftreten können. Darunter fällt auch der Ernstfall, dass die vollbesetzte Arena am Fuß der 1000-jährigen Burgruine, in der vom 20. bis 22. Mai die Weltelite der Springreiter um Trophäen, Siegprämien und Weltcuppunkte kämpft, plötzlich zum Beispiel wegen einer Bombendrohung geräumt werden müsste.

Das ist Sache der Polizei. Die Nörtener Kollegen hatten beim Turnier vor zwei Jahren einen herrenlosen Rucksack gefunden. Zum Glück hatte sich diese Situation im Handumdrehen geklärt. Der Sicherheitsdienst hat zudem schon beim Einlass in die Arena oder auf das Ausstellungsgelände im Schlosspark ein waches Auge auf verdächtige Dinge, wird Taschen und Rucksäcke kontrollieren.

Auf alles gefasst 

„Wir müssen auf alles gefasst sein, um die größtmögliche Sicherheit sowohl für die Zuschauer als auch die Reiter gewährleisten zu können“, sagte Carl Graf von Hardenberg bei einer Abschlussbesprechung in großer Runde. Dabei waren alle, die vor und während des Turniers dafür sorgen, dass alles reibungslos abläuft - vom Fahrdienst für die Ehrengäste bis zur Sand-Reserve für die Arena, vom Stroh und Späne für die Stallungen bis bis zur Übertragung des DFB-Pokalendspiels im Atrium.

Doppelte Lux-Zahl 

Carl Graf von Hardenberg

Der Adelige hat eine lange Liste vor sich liegen, auf der die meisten Punkte schnell abgehakt werden. Man merkt, dass es sich um ein eingespieltes Team mit reichlich Turnier-Erfahrung handelt. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Es entwickelt sich mehrfach ein Zwiegespräch zwischen Carl Graf von Hardenberg und seiner Schwester Katharina Bethmann, die am Eingang zur Reitarena für den exakten Zeitplan verantwortlich ist. Die Frau hat immer alles im Griff.

Nicht gewollte Werbung 

Wann der Rasen im Schlosspark gemäht wird und die Plätze für die Aussteller der Gartenschau Klassika eingezeichnet werden, alles kommt zur Sprache. Auch, dass Hindernisse im Parcours mit Werbung vom NDR, der einige Springen überträgt, nicht gern gesehen sind.

Das Licht über der Arena ist neu, hat jetzt die doppelte Lux-Zahl. „Das müssen wir aber noch testen“, gibt es einen Einwand. Und es wird auch gelacht, als die 100 benötigten Sandsäcke als Hochwasserschutz angesprochen werden. „Brauchen wir nicht, wir haben gutes Wetter“, sagt der Gastgeber und fügt schmunzelnd hinzu: „Regnen wird es wohl Pfingsten beim Turnier in Wiesbaden.“

Vorverkauf läuft bestens 

Die lange Liste wird abgearbeitet. Alles sieht gut aus. Dann gibt es noch etwas besonders erfreuliches, denn der Vorverkauf läuft blendend, liegt 30 Prozent höher als im Vorjahr. Die Karten für den Sonntag wurden bereits aus dem Vorverkauf genommen, weil die Arena so gut wie ausverkauft ist.

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