Bürgerinitiative gegen Bebauung

Baugebiet am Schlosspark in Nörten: Sorge vor Lärm und zu viel Verkehr

Wollen die Wohnbebauung des Areals am Nörten-Hardenberger Schlosspark verhindern: Elisabeth Bock (links) und Renate Dieckmann, Sprecherinnen der eigens gegründeten Bürgerinitiative.
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Wollen die Wohnbebauung des Areals am Nörten-Hardenberger Schlosspark verhindern: Elisabeth Bock (links) und Renate Dieckmann, Sprecherinnen der eigens gegründeten Bürgerinitiative.

Nörten-Hardenberg – Der Protest in Nörten-Hardenberg gegen die geplante Wohnbebauung einer Grünfläche neben dem Nörtener Schlosspark wird jetzt in einer Bürgerinitiative (BI) gebündelt: Die Initiative nennt sich „Für ein lebenswertes Nörten“ und will sich, so heißt es in einer Pressemitteilung, gegen das Bauvorhaben am Schlosspark wehren. Sprecherinnen der Bürgerinitiative, deren Mitglieder überwiegend in den an das Schlossparkareal angrenzenden Wohnsiedlungen leben, sind Elisabeth Bock und Renate Dieckmann, die die Argumente der Bebauungsgegner detailliert aufgelistet haben.

Viele Bürger hätten großes Sorgen und Bedenken wegen der drohenden Verkehrsbelastung, mangelnder Kita- und Schulplätze, der Zerstörung einer in Zeiten des Klimawandels wichtigen Grünfläche sowie Vertreibung geschützter Vogelarten wie Rotmilan, Star und Uhu, heißt es weiter.

Auch den zu erwartenden jahrelangen Baulärm, der durch die Echowirkung des Waldes noch verstärkt werde, würden die Bewohner der anliegenden Siedlungen fürchten. Bei 110 bis 120 geplanten Wohneinheiten in Ein- und Mehrfamilienhäusern werde mit mindestens doppelt so vielen Autos gerechnet, was einen immensen Verkehrszuwachs für die Burgstraße und den schon stark belasteten Ortskern von Nörten bedeuten würde. Bereits jetzt würden täglich rund 5000 Fahrzeuge die Burgstraße, die als Kreisstraße auch die Anbindung nach Bishausen und Sudershausen sicherstelle, befahren. Bei einer Erweiterung des bereits bestehenden Neubaugebietes an der Hofbreite hingegen könnte der Verkehr nach Ansicht der BI sofort über den neuen Kreisel in Richtung Bundesstraße  3 abfließen.

„Wenn 350 neue Mitbürger nach Nörten ziehen, werden die Kapazitäten von Kita und Schule in Zukunft nicht ausreichen“, behaupten die Sprecherinnen der BI. Warum das Baugebiet Hofbreite nicht bedarfsorientiert erweitert werde, sei eine der zentralen Fragen der Bürgerinitiative. Denn dort gebe es viel bessere Möglichkeiten für Spiel- und Erholungsplätze, für eine Seniorenwohnanlage oder eine Bäckerei, zumal dort die Erschließung bereits abgeschlossen sei. Die BI kritisiert zudem, dass die Gemeinde für den Neubau eines Kreisels an der Hofbreite Steuergelder im unteren sechsstelligen Bereich ausgegeben habe, der bisher weniger als 40 Häuser bediene.

Von Kathrin Plikat

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