Todesstoß für den Ortsrat Elvese

Das ist Vergangenheit: Im Sommer wurde Matthias Walbrecht (2.v.l.), der hier die Glückwünsche von Nörtens Bürgermeisterin Astrid Klinkert-Kittel entgegen nahm, zum neuen Ortsbürgermeister gewählt. Zum Gremium gehörten damals Martina Beck und Dr. York Winkler. Foto:  Oschmann

Elvese. Der Ortsrat Elvese wird nach dem Rücktritt von Ortsbürgermeister Matthias Walbrecht aufgelöst, weil die Mindeststärke unterschritten wird.

Es war einmal: Der Ortsrat Elvese wurde während der Sitzung am Montagabend formal aufgelöst. Zwei Mitglieder des einst fünfköpfigen Gremiums waren bereits zurückgetreten. Jetzt hat auch Ortsbürgermeister Matthias Walbrecht sein Amt niedergelegt, das er erst vor wenigen Monaten übernommen hatte.

Die Querelen im kleinsten Dorf der Gemeinde Nörten-Hardenberg sorgen bereits seit geraumer Zeit für Unruhe. Zunächst hatte Michael Bormann sein Mandat niedergelegt. Da sich bei der Kommunalwahl nur fünf Kandidaten für einen Sitz im Ortsrat beworben hatten, gibt es keine Nachrücker.

Als im Juli auch Ortsbürgermeister Horst Fahrtmann, der diese Führungsposition seit 1999 inne hatte, von seinem Amt zurücktrat, schrumpfte das Gremium auf die nach den Vorgaben minimal zulässige Stärke von drei Personen. Deshalb bedeutet der Rückzug von Fahrtmanns Nachfolger Matthias Walbrecht jetzt den Todesstoß für den Elveser Ortsrat.

„Ich hatte der Bürgermeisterin meinen Rücktritt bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt und diesen Schritt in der Sitzung am Montag offiziell gemacht“, sagte Walbrecht gegenüber der HNA.

„Die Stimmung im Ort ist überwiegend negativ gegenüber dem Ortsrat, es wird fast alles schlecht geredet. Ich habe den Eindruck, dass die Bürger hier nicht bereit sind, jüngere Ratsmitglieder in diesem Gremium zu akzeptieren“, sagt Walbrecht. Was ihn besonders gestört hat: Sogar seine Familie (Walbrecht ist verheiratet und hat drei Kinder) sei im Ort angefeindet worden. Dies und vieles mehr wollte er nicht länger auf sich nehmen.

Durch seinen Rücktritt ist der Ortsrat jetzt unter die Mindesstärke von drei Mandatsträgern gerutscht. Das bedeutet, dass die Gemeinde dem Landkreis diesen Fakt mitteilt und die übergeordnete Behörde dann die offizielle Auflösung verkündet.

Nach geltendem Recht muss dann innerhalb der kommenden vier Monate eine Neuwahl des Elvershäuser Ortsrats erfolgen. Die neuen Mandatsträger würden dann über die Kommunalwahl in zwei Jahren hinaus auch die folgende fünfjährige Legislaturperiode – also insgesamt sieben Jahre – im Amt bleiben.

Vorübergehend wollen sich die beiden verbliebenen Ortsratsmitglieder Martina Beck und Dr. York Winkler um die verbleibenden Amtsgeschäfte kümmern.

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