Burgturnier für 2021 abgesagt

Corona und voller Terminplan lassen keine Planung zu

Großer Moment: Die deutsche Springreiterin Finja Bormann war 2019 die bisher letzte Gewinnerin der Goldenen Peitsche beim Burgturnier in Nörten.
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Großer Moment: Die deutsche Springreiterin Finja Bormann war 2019 die bisher letzte Gewinnerin der Goldenen Peitsche beim Burgturnier in Nörten.

Die Enttäuschung bei den Reitsportfans war groß, als das Team um Gastgeber Carl Graf von Hardenberg das Burgturnier 2020 aufgrund der Corona-Pandemie absagte. Und jetzt gibt es die nächste schlechte Nachricht: Auch das Burgturnier 2021 wird nicht stattfinden. Das Aus wurde bereits vor der Jahreswende beschlossen.

Nörten-Hardenberg - Wie von Hardenberg auf Anfrage der HNA bestätigte, ist die Unsicherheit rund um die Pandemie der Hauptgrund für die frühzeitige Absage

„Wir können auf dieser Basis nicht planen, denn niemand weiß im Moment, wann wir wieder zu einer Normalität kommen werden. Die ist aber zwingend notwendig, um eine Veranstaltung dieser Größenordnung auf sichere Beine zu stellen.“

Bei vielen Freunden des Reitsports lagen die Eintrittskarten für das kommende Jahr bereits unterm Weihnachtsbaum.

Der Vorverkauf wurde stets vor Jahresfrist gestartet, denn der spielt in der Planung eine ganz entscheidende Rolle. „Ohne Vorverkauf geht gar nichts“, bestätigt von Hardenberg. Für ihn und sein Team beginnen die Vorbereitungen für das nächste Jahr meist schon dann, wenn das Turnier mit dem Höhepunkt, dem Springen um die begehrte „Goldene Peitsche“, gerade ausgeklungen ist.

Es gibt natürlich noch mehr Beweggründe für die frühzeitige Absage. Carl Graf von Hardenberg spricht dabei vor allem einen sehr vollen Terminkalender in Sachen Reitsport in 2021 an, in dessen Mittelpunkt natürlich die Olympischen Spiele in Tokio stehen.

Zwar seien aktuell alle Organisatoren sehr engagiert, dass die Olympischen Spiele in Japan und die anderen geplanten Meisterschaften und Events stattfinden, aber wirklich wissen könne das im Moment niemand. Von Hardenberg kenne die mit einer derartigen Großveranstaltung verbundenen Risiken. Da müssten verbindliche Vorverträge abgeschlossen werden, die bei Nichteinhaltung teuer werden könnten.  Carl Graf von Hardenberg ist sich sicher, dass sich künftig durch die Pandemie einiges ändern wird, auch in der Reitsportszene. „Wir werden das Geschehen sehr genau beobachten und entsprechend reagieren“, lautet seine Ankündigung.

Veränderungen erwartet er dadurch auch für das Burgturnier, von dem es bisher 41 Auflagen mit jeweils mehr als 30 000 Zuschauern gegeben hat. „Wie die Veränderungen ausfallen, müssen wir abwarten. Ich hoffe auf jeden Fall, dass wir unsere Tradition fortsetzen können“, blickt von Hardenberg optimistisch nach vorn. Und er ergänzt: „Veränderungen können ja auch positiv sein!“

Auch der Chef der Agentur Escon-Marketing als Organisator, Dr. Kaspar Funke, der mit seinen Kontakten zu fast allen Spitzenreitern eine wichtige Rolle einnimmt, bedauert die Absage des Burgturniers. Turnier-Gastgeber von Hardenberg und sein Team wollen 2021 allerdings nicht ganz ohne Reitsport verstreichen lassen. „Wenn alles wieder in einigermaßen geordneten Bahnen laufen sollte, wollen wir Anfang Oktober über den Nationalfeiertag Reitsport auf dem Hardenberg anbieten.“  (ajo)

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