Weltmarktführer CTDI siedelt sich in Nörten an

So soll es schon im Herbst aussehen: Die beiden CTDI-Standorte aus Göttingen werden dann einschließlich der aktuell 200 Mitarbeiter komplett nach Nörten-Hardenberg verlegt.

Nörten-Hardenberg. Das Telekommunikationsunternehmen CTDI legt Grundstein für 13-Millionen-Neubau im Gewerbegebiet Area3.

Die Nörten-Hardenberger reiben sich die Hände, denn nach einer langen Durststrecke in der Anfangsphase von Area 3 ist ihr Teil des gemeinsam mit Bovenden aufgebauten Gewerbegebiets jetzt voll. Am Donnerstagnachmittag erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubau des Unternehmens CTDI Europe, das in Nörten 13 Millionen Euro investiert.

Die CTDI GmbH, die zu 49 Prozent der Deutschen Telekom gehört und weltweit 9000 Beschäftigte zählt, ist als Instandsetzungs- und Logistikdienstleiter in der Telekommunikationsbranche tätig und Weltmarktführer. In Area 3 sollen Vormontagen für den Ausbau des Glasfasernetzes der Telekom vorgenommen werden, ebenso das Testen und Aufbereiten von Tablet-Computern sowie die Überprüfung der Onbord-Units von Lastwagen, die zur Abrechnung der Autobahnmaut dienen.

CTDI Europe ist aktuell an zwei Standorten in Göttingen aktiv, stößt dort jedoch an die Kapazitätsgrenze. Die Lösung ist der Schritt nach Nörten. Dort hat CTDI eine Fläche von 28 000 Quadratmetern erworben und besitzt die Option für eine 10 000 Quadratmeter große Erweiterungsfläche.

Von den ersten Gesprächen über die Genehmigung bis zum bereits im Februar begonnenen Baustart lief alles schnell und reibungslos. Das betonten sowohl der amerikanische Firmengründer Jerry Parsons, der zusammen mit seinem Bruder Leo nach „Good old Germany“ gekommen war– der amerikanische Firmenteil ist 40 Jahre alt, CTDI Europe 15 –, als auch Nörtens erste stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Borchers, die vor allem von der Freundlichkeit während der Verhandlungen angetan war.

Die in Göttingen tätigen 200 Mitarbeiter von CTDI sollen noch in diesem Jahr nach Nörten umziehen – zwischen Oktober und Dezember. „Wir haben uns auch deshalb für Nörten entschieden, damit wir unsere Mitarbeiter aus der Region nicht verlieren“, sagte CTDI-Geschäftsführer Dieter Hollenbach. Er ergänzte: „Wir haben uns in Nörten auf Anhieb wohl gefühlt. Wenn in der Mitte Deutschlands und Europas für das Unternehmen alles gut läuft, werden wir um 50 neue Mitarbeiter aufstocken.“

Angersteins Ortsbürgermeister Werner Vollmer, auf dessen Terrain Area3 liegt, bezeichnete die Ansiedlung von CTDI als „riesige Sache“.

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