30 Mausefallen verschenkt

"Wetten, dass...?"-Kandidat aus Wolbrechtshausen beschenkt Museum

Eine Wette im Museum: Detlev Jarchow übergab zusammen mit seiner Kollegin Angelika Möhle (linsk) die „Wetten, dass...?“-Schautafel mit den original Mausefallen aus der Show an Museumsbetreiberin Gabriele Knepper. Foto:  nh

Wolbrechtshausen. Das Mausefallen- und Kuriositäten-Museum in Güntersberge am Ostharz ist um eine Attraktion reicher. Dafür hat der Wolbrechtshäuser Detlev Jarchow gesorgt.

Der Mann, der bei der ZDF-Show „Wetten, dass...?“ schon zweimal im Rampenlicht stand, hat der Einrichtung die 30 Mausefallen geschenkt, mit denen er seine Wette in der drittvorletzten Sendung der Kultserie am 4. Oktober vergangenen Jahres in Erfurt gewonnen hatte.

Für den Wolbrechtshäuser hat sich mit dieser Geschenkübergabe ein Kreis geschlossen. Denn die Idee zu seiner kuriosen Wette wurde bei seinem Besuch im Jahr zuvor in eben diesem Museum geboren.

Der für seinen Erfindungsreichtum bekannte Wolbrechtshäuser hatte sich vorgenommen, verschiedene Mausefallen am Geräusch des Zuschnappens zu erkennen. Er tüftelte daraus eine Wette - und hatte Erfolg damit. Zum zweiten Mal nach seiner Wette, bei der er durch das Wackeln seiner Ohren Morsezeichen auslöste, wurde er zur ZDF-Show eingeladen.

Detlev Jarchow hatte sich 30 verschiedene Mausefallen besorgt, die preislich zwischen 50 Cent (aus einem Billigladen) und 57,50 Euro (eine Edelstahl-Variante) lagen. Dann begann sein intensives Training, das sich letztlich auszahlte, denn der Tüftler gewann seine Wette erneut. Vier von fünf Fallen musste er mit verbundenen Augen erkennen. Doch nicht nur das: Als absoluten Höhepunkt und wohl unvergesslich ergatterte der Wolbrechtshäuser einen Kuss von seiner Wett-Patin, dem Weltstar Diane Keaton.

Wer dachte, dass die Sache für Detlev Jarchow mit der Sendung abgeschlossen war, kennt ihn halt schlecht. Er nahm die 30 Fallen und montierte diese auf eine weiße Spanplatte. Dazu gab es einige Ausschnitte mit der Beschreibung seines Auftritts bei „Wetten, dass...?“

Zusammen mit seiner Wett-Partnerin Angelika Möhle aus Lütgenrode machte sich Jarchow jetzt auf den Weg nach Güntersberge (liegt zwischen Hasselfelde und Harzgerode) und übergab Museums-Chefin Gabriele Knepper sein besonderes Geschenk, das natürlich einen Ehrenplatz in diesem wohl außergewöhnlichsten und auch verrückteste Museum im ganzen Harz bekommt. Neben Mausefallen aus mehreren Jahrhunderten werden dort auch Gegenstände vom „Stillen Örtchen“ der vergangenen 500 Jahre präsentiert.

„Nach der ,Wetten, dass...?’-Sendung im Oktober hat der Zuspruch im kleinen Museum schon um einiges zugenommen“, erläuterte der Forstingenieur im Gespräch mit der HNA. Er hofft natürlich, dass sich das jetzt mit der Schautafel mit den Originalfallen aus der Sendung noch verstärken wird.

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