IGS Northeim aufgeschoben, aber nicht aufgehoben

Kurzfristig nicht in Sicht: Langfristig könnte die Integrierte Gesamtschule aber wieder auf die Tagesordnung kommen. Montage: Mönkemeyer

Northeim. Eine Integrierte Gesamtschule wird kurzfristig in Northeim nicht eingerichtet. Dafür hat sich der Kreisschulausschuss in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag ausgesprochen.

Auch die Vertreter der rot-grünen Mehrheitsgruppe im Kreistag, die sich für eine IGS in der Kreisstadt eingesetzt hatte, stimmten für eine entsprechende Vorlage der Kreisverwaltung.

Die Elternbefragung habe eindeutig ergeben, dass derzeit die erforderliche Vierzügigkeit mit mindestens 96 Schülern pro Jahrgang für mindestens zehn Jahre nicht nachzuweisen sei, sagte Dr. Hermann Weinreis (SPD).

Diese Entscheidung sei aber keineswegs „der große Abgesang“ für die IGS in Northeim, betonte Weinreis und verwies darauf, dass in der Verwaltungsvorlage das Wort „derzeit“ stehe.

Die Befürworter der IGS waren sich einig, dass der geringe Zuspruch für die IGS aus Kalefeld und Katlenburg--Lindau nicht als Ablehnung der Schulform an sich, sondern als Bekenntnis für die jeweiligen Schulstandorte vor Ort zu verstehen sei. Insofern müsse man jetzt die weitere Entwicklung der Schullandschaft im Landkreis abwarten und das Thema IGS möglicherweise später noch einmal auf die Tagesordnung setzen.

Malte Schober (CDU) plädierte dafür, nun die Einrichtung einer Oberschule in Northeim voranzutreiben. (nik)

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