Standortgemeinschaft stellt Planung vor 

Konzept: Northeimer Innenstadt soll mit Auto und Rad besser erreichbar werden

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Stellten das Verkehrskonzept vor: Die Sprecher der Standortgemeinschaft mit (von links) Ulf Ohlmer, Katharina Franzke (Wohnen in Northeim) Bernd Sommer (KSN) und Citymanager Alexander Rudnick

Die Erreichbarkeit der Northeimer Innenstadt mit dem Rad und dem Auto zu verbessern, ist vorrangiges Ziel eines Verkehrs-Konzeptes für die Innenstadt, das jetzt vorgelegt wurde.

Erstellt hat es der Buchholzer André Nowotny, beratender Ingenieur für das Northeimer Planungsbüro Lühning.

Wichtig sei es der Standortgemeinschaft, Northeim als Einkaufsstadt zu stärken. Dabei sei die Erreichbarkeit der Innenstadt-Geschäfte und innerstädtischen Dienstleister ein ausschlaggebender Faktor, sagte Alexander Rudnick, der für die Stadt Northeim als City-Manager fungiert: „Die Innenstadt muss mindestens genauso gut erreichbar sein, wie das Einkaufszentrum In der Fluth.“

Und für die bessere Erreichbarkeit der Läden in und rund um die Fußgängerzone schlägt das neue Verkehrskonzept als Hauptpunkt die Einrichtung von vier Ringverkehren jeweils als Einbahnstraßen vor.

Ring 1 soll aus Westen kommend den Individualverkehr über die Straßen Bahnhofstraße, Am Münster (mit mehreren Halbstunden-Parkplätzen entlang der kleinen Mauer), Kurze Straße und Zwinger (in umgekehrter Richtung wie bislang) zurück zur Bahnhofstraße führen.

Ring 2 soll, vom Schaupenstil kommend, über die Kirchstraße, die Hagenstraße, die Wieterstraße und die Breite-Straße-Ost führen. Auf der Breiten Straße-Ost sollen beidseitig Halbstunden-Parkplätze eingerichtet werden.

Ring 3 soll künftig, ebenfalls von Osten kommend, über die Obere Straße (in anderer Richtung als bislang) zum Theater der Nacht, dann über die Hagenstraße und Kirchstraße zur Breiten Straße-Ost führen und

Ring 4wird von der Wieterstraße über die Obere Straße (bis Theater der Nacht) und die Hagenstraße zurück auf die Wieterstraße führen. 

Fahrrad-Service-Stationen

Auch zum Radverkehr gibt es Vorschläge. So sollen alle Einbahnstraßen für Radler geöffnet werden, die Wieterstraße als Vorzugsstraße für Radler (Radfahrer haben Vorrang) hergerichtet und Rad-Service-Stationen am Münster, Markt und in der Breiten Straße-Ost aufgestellt werden.

So könnte eine Fahrrad-Service-Station aussehen.

In den nördlich der Northeimer Fußgängerzone gelegenen Straßenzügen (Bereich Neustadt, Mühlenstraße, Mauerstraße) soll die vorhandene Verkehrsführung nach dem Verkehrskonzept der Standortgemeinschaft größtenteils bestehen bleiben. Ausnahme: Die Einbahnstraße im Zuge der Stubenstraße sollte umgedreht werden, um so den „Abkürzungsverkehr“ aus der Neustadt in Richtung Friedrich-Ebert-Wall zu verhindern. 

Markt soll autofrei bleiben 

Der Markt, in Verlängerung der Mühlenstraße soll nach dem Vorschlag des Planers weiter für den Individualverkehr gesperrt bleiben. Über den Markt soll weiterhin nur der Stadtbusverkehr fahren dürfen. Zusätzlich aber auch in beiden Richtungen der Radverkehr.

 Reine Fußgängerzone 

Die Breite Straße zwischen Kurze Straße und Wieterstraße sowie die Alte Poststraße und der Markt sollen nach dem Konzept weiter Fußgängerzone bleiben. KSN-Parkplatz öffnen Durch die Öffnung der Straße Am Münster als Einbahnstraße in Ostrichtung bis zur Kurzen Straße mit Ableitung in Richtung Wallstraße, entsteht für die Kreis-Sparkasse Northeim die Möglichkeit, ihren Parkplatz direkt an ihrem Hauptgebäude für ihre Kunden zu öffnen. „Das wollen wir auch tun“, sagte KSN-Vorstand Bernd Sommer.

Das Gutachten empfiehlt allerdings auch, kleinere Parkflächen aufzuheben, um das Befahren durch Einsatzkräfte zu ermöglichen oder die Öffnung der Einbahnstraßen für den Radverkehr oder die Ausweisung der Wieterstraße als Vorzugsstraße für Radler zu ermöglichen. Dafür müssten fünf Stellplätze im Bereich vor dem Buchladen Grimpe wegfallen. 

Versenkbare Poller

 Um ein unbefugtes Befahren der Fußgängerzone zu unterbinden, sowie für eine mögliche zeitlich begrenzte Absperrung der Innenstadt, zum Beispiel für Großveranstaltungen, sollten laut Empfehlung des Planers an vier Stellen hydraulisch versenkbare Poller vorgesehen werden, und zwar am Markt oben und unten, in der Breiten Straße in Höhe der Eisdiele und an der Einfahrt zum Münsterplatz vor der Spiritus-Apotheke (falls der Münsterplatz für Veranstaltungen gesperrt werden soll). 

120 Meter ohne Radler 

Die Fußgängerzone im Zuge der Breiten Straße soll, laut Vorschlag des Planers, zwischen Kurze Straße und Wieterstraße auf einer Länge von 120 Metern aus Gründen der Verkehrssicherheit auch künftig für den Radverkehr gesperrt bleiben.

 Rad-Vorzugsstraße 

Zur besseren Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Fahrrad aus Richtung Süden soll, wie auf Seite 1 berichtet, die Wieterstraße eine Vorzugsstraße für den Fahrradverkehr werden. 

Unter Beachtung der vorhandenen Gefällesituation sollte für den stadtauswärts fahrenden Fahrradverkehr ein Schutzstreifen auf der Fahrbahn angelegt werden. Zur weiteren Steigerung der Attraktivität des Radverkehrs sollen neben den drei Fahrradservice-Stationen im Bereich der Nähe der Fußgängerzone noch weitere Abstellmöglichkeiten (Anlehnbügel) für Fahrräder geschaffen werden.

 Kein Busse mehr an der Stadthalle 

Der Stadtbus soll aus dem Bereich der Medenheimer Straße an der Stadthalle herausgehalten werden, da der aktuell mit Ampeln gesteuerte Abbiegeverkehr der Busse im Bereich Bahnhofstraße/Medenheimer Straße zu unübersichtlich ist. 

Die Stadtbusse sollen zusammen mit den Überlandlinien die vorhandenen Haltestellen in der Gardekürassierstraße nutzen beziehungsweise erhalten in der Bahnhofstraße eine neue Haltestelle. Zur Verbesserung der Erreichbarkeit der Fußgängerzone sind für die Fußgänger gesicherte Querungsmöglichkeiten entlang der Bahnhofstraße zu schaffen.

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